„Das ist was ganz Besonderes, wie das hier gelaufen ist”, sagte Oberbürgermeister Thomas Deffner bei der Einweihung der Spielplatz-Erweiterung im Stadtteil Strüth. Bei der Anschaffung eines Klettergerüstes wurde einmal mehr der Bürgersinn in dem Ort deutlich.
Für die Anschaffung eines neuen Klettergerüstes sammelte CSU-Stadtrat Gerhard Sauerhammer, der in Strüth wohnt, rund ein Drittel der Kosten bei den Nachbarn ein. 10.572 Euro habe das Spielgerät gekostet, so Deffner, 3550 Euro hätten die Strüther beigesteuert. Außerdem hätten die Bürger die Erdarbeiten übernommen.
Um Platz für das neue Spielgerät zu schaffen, wurden zwei Federwippen umgesetzt, auch hier waren die Strüther tatkräftig im Einsatz. Das Betriebsamt montierte noch einen Stabgitterzaun, damit die Kinder nicht unvermittelt auf die Straße rennen. Insgesamt kostete die Maßnahme rund 18.000 Euro.
Ein ähnliches Projekt – mit Beteiligung der Bürger – sei zurzeit auch beim Spielplatz in Wasserzell unterwegs, sagte Deffner und fragte den CSU-Stadtrat, ob er zum Einsammeln der Spenden wieder einmal von Haushalt zu Haushalt gelaufen sei. „Das war ganz leicht”, sagte Gerhard Sauerhammer, '”wir sitzen zusammen am Stammtisch, und die Opas haben sich spendierfreudig gezeigt.” In Strüth leben zurzeit immerhin 19 Kinder bis drei Jahren.
Spendabel zeigte sich auch die Stadt, die eigens zur Eröffnung einen Eiswagen engagiert hatte. Am Schluss der kleinen Feier bekamen alle Kinder zwei Kugeln Eis gratis.