Die Einfachturnhalle in Neuendettelsau muss energetisch saniert werden | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 29.01.2026 16:39

Die Einfachturnhalle in Neuendettelsau muss energetisch saniert werden

Laut den Angaben würde die energetische Sanierung der Einfachturnhalle im Alfred-Kolb-Sportzentrum rund 2,13 Millionen Euro kosten. Der Gemeinde würde deshalb eine Bundesförderung in die Karten spielen. (Foto: Antonia Müller)
Laut den Angaben würde die energetische Sanierung der Einfachturnhalle im Alfred-Kolb-Sportzentrum rund 2,13 Millionen Euro kosten. Der Gemeinde würde deshalb eine Bundesförderung in die Karten spielen. (Foto: Antonia Müller)
Laut den Angaben würde die energetische Sanierung der Einfachturnhalle im Alfred-Kolb-Sportzentrum rund 2,13 Millionen Euro kosten. Der Gemeinde würde deshalb eine Bundesförderung in die Karten spielen. (Foto: Antonia Müller)

Um die Einfachturnhalle im Alfred-Kolb-Sportzentrum weiterhin nutzen zu können, muss sie saniert werden. Die Maßnahme kostet aber viel Geld. Deshalb hat der Gemeinderat Neuendettelsau beschlossen, sich um Fördermittel aus einem neuen Bundesprogramm zu bewerben.

Bereits im vergangenen Jahr war es das Ziel, die Sporthalle zu sanieren, wie Bauamtsleiter Alexander Ruthardt im Gemeinderat berichtete. Ein Energieeffizienzberater wurde deshalb beauftragt, einen Bericht samt umfassender Maßnahmen zu erarbeiten. Auf Grundlage dieses Berichtes sollte in einem ersten Schritt das Dachtragwerk saniert werden – Wärmedämmung inklusive.

Sportstätte musste wegen Schnee gesperrt werden

Neben dem Dach und der allgemeinen energetischen Sanierung sollte auch die Hausmeisterwohnung mit in Angriff genommen werden. Zudem herrscht ein gewisser Handlungsbedarf. Denn bei Witterungen wie in dieser Woche muss die Halle gesperrt werden. Denn das Dachtragwerk garantiere nicht, dass es Schneemengen wie am Montag aushält, legte Ruthardt dar.

„Wenn das Dach saniert ist, dann ist das Gebäude an sich von einer hervorragenden Substanz”, sagte Bürgermeister Christoph Schmoll. Die rund 50 Jahre alte Halle habe keine Altersschäden, so Schmoll weiter. „Mit der Sanierung ist gewährleistet, dass wir die Halle wirklich langfristig nutzen können.” Aus Sicht der Verwaltung ist das auch notwendig. Laut Schmoll befindet sich die Gemeinde nicht in der Situation, dass man zu viele Hallenkapazitäten hat.

Da aber die Angebote, die nach einer Ausschreibung bei der Verwaltung eingegangen sind, deutlich zu teuer waren, hat man das Vorhaben neu bewertet. Da spielte es den Verantwortlichen in die Karten, dass der Deutsche Bundestag das Förderprogramm zur „Sanierung von kommunalen Sportstätten” aufgelegt hat.

Über zwei Millionen Euro müssten fließen

Die Projekte werden anhand von verschiedenen Kriterien bewertet. Als Beispiele nannte Ruthardt unter anderem eine fortgeschrittene Projektreife, die eine zügige Realisierung erwarten lässt, die Umsetzung umfassender Maßnahmen zur Barrierefreiheit, eine schlüssige Projektstruktur und eine langfristige Nutzbarkeit. Die meisten Kriterien seien bereits erfüllt, erklärte der Bauamtschef. Die zügige Umsetzbarkeit, also die Sanierung in einem Zug, und die Barrierefreiheit werden nach seinen Worten im Rahmen der Planung angestrebt.

Fasst man alle Maßnahmen zusammen, verursacht die Sanierung der Einfachturnhalle Gesamtkosten von rund 2,13 Millionen Euro. Über die „Sportstättenmilliarde”, wie das Bundesprogramm auch genannt wird, wäre eine Förderung in Höhe von 45 Prozent möglich, was im Neuendettelsauer Fall circa 950.000 Euro entsprechen würde. Ruthardt zufolge wäre dies im Vergleich der bisher anvisierten Fördermittel für Einzelmaßnahmen eine Verdopplung der Summe.

Entscheidung fällt Ende Februar

Gemäß den Ausführungen von Alexander Ruthardt entscheidet der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages Ende Februar darüber, welche Kommune mit ihrem Projekt zum Zug kommt und sich über eine 45-prozentige Förderung freuen darf. Sollte Neuendettelsau leer ausgehen, müsse im Gemeinderat erneut über das weitere Vorgehen beraten werden, kündigte er an. Das Gremium gab letztlich einstimmig grünes Licht.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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