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Veröffentlicht am 05.10.2026 12:10

Diese einfache Maßnahme spart viel Geld: Heizungsrohr dämmen

Damit die Wärme nicht schon im Keller verpufft: Ungedämmte Heizungsrohre zu isolieren, kann Energie und Geld sparen. (Foto: Kai Remmers/dpa Themendienst/dpa-tmn)
Damit die Wärme nicht schon im Keller verpufft: Ungedämmte Heizungsrohre zu isolieren, kann Energie und Geld sparen. (Foto: Kai Remmers/dpa Themendienst/dpa-tmn)
Damit die Wärme nicht schon im Keller verpufft: Ungedämmte Heizungsrohre zu isolieren, kann Energie und Geld sparen. (Foto: Kai Remmers/dpa Themendienst/dpa-tmn)

Wer sparen will, sollte einen Blick in seinen Keller oder auf den Dachboden werfen: Gibt es dort ungedämmte Heizungsrohre oder ungedämmte Warmwasserleitungen? 

Es lohnt sich diese zeitnah zu isolieren. Denn sonst gibt die Heizung unnötigerweise Wärme in die unbeheizten Räume ab, bevor diese die Wohnräume erreicht, erklärt Sandra Duy vom Verbraucherportal Finanztip. Und das kann bei den aktuell hohen Energiekosten teuer werden. 

25 Meter Dämmung - bis zu 780 Euro weniger Heizölkosten

Wer Heizungsrohre dämmt, kann derzeit kräftig sparen und seine Heizkosten reduzieren. Das zeigt eine Modellrechnung von Finanztip. Werden 25 Meter Heizungsrohr gedämmt, sind pro Jahr demnach:

  • rund 635 Euro weniger Gaskosten und
  • rund 780 Euro weniger Heizölkosten möglich

Für die Modellrechnung legen die Experten die aktuellen Energiepreise zugrunde - also 13,69 Cent pro Kilowattstunde für Gas sowie rund 168 Euro je 100 Liter für Heizöl und einen Energiegehalt von näherungsweise zehn Kilowattstunden je Liter. 

Zudem beziehen sie sich auf Modellwerte von co2online - demnach gehen bei einem Einfamilienhaus der Baujahre 1980 bis 1990 pro laufenden Meter und Jahr etwa 265 Kilowattstunden Wärme verloren. Rund 70 Prozent dieser Verluste könnte man mit einer ausreichenden Dämmung vermeiden. Wie viel man am Ende wirklich spart, hängt natürlich von den Gegebenheiten vor Ort ab:

  • Beschaffenheit der Rohre
  • Temperatur des Heizungswassers
  • bisheriger Dämmzustand

Wenig Aufwand und große Wirkung

Das Gute daran ist: Anders als viele aufwendige und teure Sanierungsmaßnahmen kann man eine Rohrdämmung in der Regel selbst erledigen. Meist kostet die Dämmung auch wenig, so Sandra Duy. Je nach Material fallen für 25 Meter etwa Kosten zwischen 50 und 225 Euro für die Rohrisolierung an. Die Maßnahme rechnet sich also schnell.

Wer die Arbeiten selbst erledigen will, spart sich zudem die Handwerkerkosten. Entscheidend dabei sei dann, dass die Dämmung durchgehend angebracht wird und keine Lücken an Bögen, Übergängen oder Armaturen bleiben, erklärt Duy, Expertin für Energetische Sanierung. Zudem sollte man den passenden Rohrdurchmesser wählen und die vorgeschriebene Dämmstärke beachten. 

Wenn doch eine Fachfirma die Rohrdämmung ausführt, können Eigentümer einer selbstgenutzten Immobilie immerhin 20 Prozent der Arbeitskosten in der Einkommensteuererklärung als Handwerkerkosten geltend machen.

Übrigens: In vielen Fällen ist eine Dämmung der Heizungs- und Warmwasserrohre außerhalb beheizter Räume sogar gesetzlich vorgeschrieben. Das legt das Gebäudemodernisierungsgesetz (Paragraf 69) fest. Eigentümer, die vor dem 1. Februar 2002 in ihr Haus gezogen sind, sind von dieser Pflicht ausgenommen. Neue Eigentümer müssen laut Finanztip hingegen innerhalb von zwei Jahren nachrüsten.

© dpa-infocom, dpa:261005-930-791366/1


Von dpa
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