Die Gemeinde Diespeck wählt bei den Kommunalwahlen diesmal nur den Gemeinderat neu. Der Bürgermeister wird der bisherige bleiben. Denn Markus Helmreich wurde erst im Oktober 2024 gewählt und ist folglich noch bis 2032 im Amt.
Der Grund dafür ist, dass der 2020 erneut gewählte Bürgermeister Dr. Christian von Dobschütz Mitte 2024 von den Wählerinnen und Wählern des Landkreises Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zum Landrat befördert wurde. Deshalb gab er sein Amt in seiner Heimatgemeinde ab.
So werden am 8. März die Karten in der Diespecker Lokalpolitik lediglich für das Ratsgremium neu gemischt. Und auch das gilt nur bedingt. Es gehen dieselben drei Listen an den Start, die bereits im Rat vertreten sind. Die CSU, die SPD und das Bürgerforum schicken dabei insgesamt 48 Frauen und Männer ins Rennen. Sie schöpfen also – anders als vor sechs Jahren mit damals 44 Personen – die mögliche Platzzahl für Bewerbungen voll aus.
Darunter sind 33 Männer und 15 Frauen. Daraus errechnet sich eine Frauenquote von 31,3 Prozent, was fast exakt dem weiblichen Anteil aller Ratslisten im Landkreis entspricht. Vor allem der hohe Frauenanteil auf der SPD-Liste mit 44 Prozent macht sich in Diespeck bemerkbar. Das Durchschnittsalter der Nominierten liegt in der Gemeinde bei etwa 45,5 Jahre; und auch dies ist geringfügig über dem Landkreisdurchschnitt von gut 45 Jahren.
Von den 16 amtierenden Ratsmitgliedern kandidieren 14 erneut, eine vergleichsweise hohe Quote. Nur Hartmut Mitländer und Florian Gossler (beide CSU) treten nicht wieder an. Diespeck ist damit ein heißer Kandidat dafür, jene Gemeinde im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zu werden, in der sich durch die Kommunalwahlen am 8. März am wenigsten ändern könnte.
Der neue Rat wird es dabei mit einer Reihe altbekannter Themen zu tun haben. Dazu zählen beispielsweise der Anschluss des Abwassersystems an die Neustädter Kläranlage, die Sanierung der Bamberger Straße und die Vollendung des Nahwärmenetzes. Angesichts klammer Gemeindefinanzen wird, haben die 16 Ratsmitglieder bereits einiges zu tüfteln. Und es wird noch eine schwierige Entscheidung hinzukommen: wie es mit dem Schulgebäude weitergeht.