Erstklassiges Konzert der Parforcehornbläser in der Ehinger Kappel | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 22.01.2025 13:43

Erstklassiges Konzert der Parforcehornbläser in der Ehinger Kappel

Die Oberpfälzer Parforcehornbläser gaben eine Kostprobe ihres umfangreichen Repertoires und begeisterten damit das Publikum in der Ehinger Kappel. Die musikalische Leitung hatte Hubert Bäuml (rechts). Als Moderator durch den Abend führte Dr. Reinhard Proske (links). (Foto: Friedrich Zinnecker)
Die Oberpfälzer Parforcehornbläser gaben eine Kostprobe ihres umfangreichen Repertoires und begeisterten damit das Publikum in der Ehinger Kappel. Die musikalische Leitung hatte Hubert Bäuml (rechts). Als Moderator durch den Abend führte Dr. Reinhard Proske (links). (Foto: Friedrich Zinnecker)
Die Oberpfälzer Parforcehornbläser gaben eine Kostprobe ihres umfangreichen Repertoires und begeisterten damit das Publikum in der Ehinger Kappel. Die musikalische Leitung hatte Hubert Bäuml (rechts). Als Moderator durch den Abend führte Dr. Reinhard Proske (links). (Foto: Friedrich Zinnecker)

Ein Konzert der Extraklasse haben die Oberpfälzer Parforcehornbläser unter musikalischer Leitung von Hubert Bäuml in der Ehinger Kappel gegeben. Die Gruppe, die ihren Sitz in Burglengenfeld hat, wurde nicht grundlos bereits zwölf Mal zum Bayerischen Meister sowie zum Deutschen und Europäischen Vizemeister gekürt.

Auf Einladung von Hannelore und Jürgen Weißmann erfreuten sie die Zuhörerinnen und Zuhörer im prall gefüllten Kirchenraum mit tollen Tönen, die sie ihren ursprünglich nur bei der Jagd verwendeten Blechblasinstrumenten entlockten. Moderator Dr. Reinhard Proske, der fachkundig und aufschlussreich durch das Programm führte, war erstaunt, auf welch große Resonanz diese als Privatkonzert geplante Veranstaltung stieß.

Ein französischer Marsch zur Begrüßung

Als Begrüßung diente ein festlicher französischer Marsch, ehe das „draußen leuchtende Abendrot“ nach einer Eigenkomposition auf besinnliche Art musikalisch dargeboten wurde. Beim „Echo aus dem grünen Wald“ von Henri Kling könne man „die Seele des Horns kennenlernen“, so der Moderator.

Der Titel „Heilig“ geht zurück auf den ukrainischen Komponisten Dimitri Bortnianski. Es folgte die vertonte Beschreibung eines Jagdtages von Johann Hayden, der seine Komposition vom Sonnenaufgang über die Fanfaren bis hin zur Rückkehr am Abend „Im Wiener Wald“ nannte.

Nach einer modernen Interpretation von „Grande Messe Solenelle de Saint Hubert“ von Dimitry Donders, folgte eine geschichtliche Episode von Karl dem Großen und seinem Spanienfeldzug gegen die Sarazenen: Der Titel „La mort de Roland“ („Der Tod Rolands“) beklagt den verklingenden Hilferuf des Anführers seiner Nachhut, an dem sich die Basken für erlittenes Unrecht rächten.

Eine Zugabe von den „reinen Amateuren”

„Sancta Maria“ des Domkapellmeisters von Freiburg war von einem Ensemble-Mitglied umgeschrieben worden. Vom Freizeitvergnügen des Jägers handelte der Titel „Romance“.

Nachdem das Publikum mit begeistertem Applaus reagierte, gaben die „reinen Amateure“ natürlich eine Zugabe. Bei der „Jägerchor“ aus „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber erhoben sich die Zuhörerinnen und Zuhörer von ihren Plätzen. Den tatsächlichen Abschluss der laut Hausherr Pfarrer Walter Huber „wunderschönen Stunde“ bildete dann ein sehr bekanntes Lied: „Kein schöner Land in dieser Zeit“ hieß es am umjubelten Ende des von Hubert Bäuml augenzwinkernd als „musikalisch umrahmte Geschichtsstunde“ bezeichneten Konzerts.

Es wäre schade gewesen, wenn dieses nur in privatem Rahmen stattgefunden hätte, so Initiatorin Hannelore Weißmann. Sie bedankte sich für die eingegangenen Spenden, die alle der Kirchengemeinde zugutekommen.


Von Friedrich Zinnecker
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