Fahrrad für's Kind: Darauf sollten Eltern beim Kauf achten | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 03.07.2026 08:01

Fahrrad für's Kind: Darauf sollten Eltern beim Kauf achten

Sicherheit beginnt beim Kauf: Rutschfeste Pedale, gut erreichbare Bremshebel und ein geschlossener Kettenkasten schützen Kinder vor Verletzungen. (Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn)
Sicherheit beginnt beim Kauf: Rutschfeste Pedale, gut erreichbare Bremshebel und ein geschlossener Kettenkasten schützen Kinder vor Verletzungen. (Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn)
Sicherheit beginnt beim Kauf: Rutschfeste Pedale, gut erreichbare Bremshebel und ein geschlossener Kettenkasten schützen Kinder vor Verletzungen. (Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn)

Eltern sollten für ihr Kind auf keinen Fall ein Fahrrad kaufen, das selbst in der niedrigsten Einstellung noch zu groß ist. Darauf weist der Auto Club Europa (ACE) hin. Sei das Modell zu groß, sitze das Kind unsicherer im Sattel. Und verliere womöglich dadurch die Lust am Radeln.

Um das richtige Rad zu finden, empfehlen die Experten in jedem Fall eine Probefahrt vor dem Kauf. Auf diese Punkte können Eltern achten:

  • In der niedrigsten Sattelstellung sollte das Kind mit den Fußballen, also mit dem Bereich direkt hinter den Zehen, den Boden berühren können.
  • Die Sitzhaltung sollte möglichst aufrecht sein und die Arme leicht angewinkelt, wenn die Lenkergriffe umfasst werden. 
  • Ist das Modell leicht genug? Ein Kind muss sein Fahrrad ohne große Mühe aufrichten können.
  • Bei den Bremsen wird nicht unbedingt mehr eine Rücktrittbremse empfohlen. Die Bremshebel sollten aber mit den Fingern gut erreichbar sein und sich fein dosieren lassen.
  • Die Pedale müssen rutschfest sein, der Kettenkasten ist besser geschlossen, weil das vor Verletzungen schützt und verhindert, dass Kleidung oder Schnürsenkel in die Kette kommen.
  • Scharfe Ecken und Kanten am Rad sind tabu. Sinnvoll ist ein Prallschutz an den Lenkergriffen, verzichtbar sind dagegen Federgabeln.
  • Sogenannte Spielfahrräder, die nur auf Gehwegen, Spielstraßen oder Privatgelände genutzt werden, gelten laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) nicht als Fahrzeug und müssen keine Beleuchtung haben. Sobald aber ein Rad auf der Straße gefahren wird, gehören Frontscheinwerfer, Rücklicht und Reflektoren dazu.
  • Wenige Gänge reichen aus, zu viele überfordern Anfänger. Eine Nabenschaltung braucht weniger Wartung und lässt sich auch im Stand bedienen. Eine Kettenschaltung kann klug sein, wenn ein Kind regelmäßig steilere Wege fahren muss.
  • Bitte keine Stützräder: Auch wenn sie in manchen Situationen ein Umkippen verhindern, lernen Kinder damit nicht, das Gleichgewicht dynamisch zu halten.
  • Wiederholt wurden in Kinderfahrrädern bei Tests schädliche Stoffe gefunden. Schauen Sie sich vor dem Kauf unabhängige Produkttests an. Ein stechender Geruch von Kunststoffteilen kann ein Hinweis sein. Manches lässt sich im Zweifel vielleicht gegen schadstofffreie Varianten austauschen.

© dpa-infocom, dpa:260703-930-326321/1


Von dpa
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