„Falscher Standort”: Protest in Breitenau gegen den Gewerbepark Interfranken | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 22.04.2025 11:30

„Falscher Standort”: Protest in Breitenau gegen den Gewerbepark Interfranken

Gerhard Binder (Bildmitte mit Megafon) begrüßte die Teilnehmer am Dorfgemeinschaftshaus in Breitenau. (Foto: Peter Tippl)
Gerhard Binder (Bildmitte mit Megafon) begrüßte die Teilnehmer am Dorfgemeinschaftshaus in Breitenau. (Foto: Peter Tippl)
Gerhard Binder (Bildmitte mit Megafon) begrüßte die Teilnehmer am Dorfgemeinschaftshaus in Breitenau. (Foto: Peter Tippl)

Seit nunmehr 25 Jahren setzt sich das Bürgerforum Wörnitztal mit Zukunft als Allianz für eine lebenswerte Heimat ein.

Zu einem Jubiläums-Ostermarsch hatte das Organisationsteam um Vorsitzenden Gerhard Binder in den Feuchtwanger Ortsteil Breitenau eingeladen, um an ihren Widerstand gegen den Industrie-/Gewerbepark Interfranken zu erinnern. Ein großes Glücksrad war am Treffpunkt, dem Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus, mit den bisherigen Stationen der Initiative aufgestellt.

Wasserstoffprojekt liegt auf Eis

Aktuell seien noch 80 Hektar zur Erschließung anvisiert, hieß es. Die Ansiedlung eines großen Münchner Autobauers misslang, ein Wasserstoffprojekt liege auf Eis und die neueste Blickrichtung für einen Güterbahnhof sei unrealistisch. In seiner Begrüßung vor dem rund fünf Kilometer langen Marsch ins geplante Interfranken-Gebiet dankte Vorsitzender Binder den rund 80 Teilnehmern für ihre Präsenz. Begleitet wurde der Ostermarsch von zwei Beamten der Polizeiinspektion Feuchtwangen.

Das eigentlich zukunftsträchtige Wasserstoffprojekt sah auch Landtagsabgeordneter Martin Stümpfig kritisch, denn favorisierte Transportwege für Wasserstoff seien Pipeline und Schiffe und nicht die Schiene. Transportwege auf der Schiene seien richtig, betonte Stümpfig, jedoch nicht an diesem Standort. Harald Domscheit, zweiter Bürgermeister von Leutershausen und in der Kreisvorstandschaft des Bund Naturschutzes, meinte, dass der „Flächenfraß“ durch Interfranken nicht mehr vorangetrieben werden sollte. An verschiedenen Stationen erläuterten Bernd Glasauer und Thomas Vorholzer, ehemalige Vorsitzende des Bürgerforums, welche Einschnitte die Erschließung mit sich bringen würde.


Von Peter Tippl
north