FC Bayern zwischen PSG-Schatten und Neuers Zukunftsfragen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 24.04.2026 13:00

FC Bayern zwischen PSG-Schatten und Neuers Zukunftsfragen

Vincent Kompany wird gegen Mainz kräftig in der Startelf rotieren. (Archivbild) (Foto: Tom Weller/dpa)
Vincent Kompany wird gegen Mainz kräftig in der Startelf rotieren. (Archivbild) (Foto: Tom Weller/dpa)
Vincent Kompany wird gegen Mainz kräftig in der Startelf rotieren. (Archivbild) (Foto: Tom Weller/dpa)

Vincent Kompany bemühte sich, das sportlich weitgehend irrelevante Spiel seines FC Bayern in Mainz zumindest etwas schönzureden. Allerdings konnte selbst der Coach nicht leugnen, dass das Match beim FSV schon vor Anpfiff vom folgenden Champions-League-Kracher bei Paris Saint-Germain in den Schatten gestellt wird. Dass deshalb wohl viele Stars in Mainz geschont werden, ist auch klar. Und als ob der fußballerische Wert der Partie in Rheinhessen nicht schon überschaubar genug gewesen wäre, drängte eine Nachricht um Manuel Neuer diese dann noch weiter in den Hintergrund.

Die Münchner „Abendzeitung“ berichtete, dass das monatelange Rätselraten um die Zukunft des Torhüters vorbei sei und dieser den Vertrag beim deutschen Rekordmeister um ein Jahr bis 2027 verlängern werde. Zwischen Bayern und Neuer sei „alles ausgehandelt“; nur der Zeitpunkt der Verkündung sei offen.

Sportdirektor dementiert Neuer-News: „Höre ich zum ersten Mal“

„Das höre ich jetzt zum ersten Mal“, dementierte Münchens Sportdirektor Christoph Freund in der Pressekonferenz vor dem Mainz-Spiel in Mainz. „Oft wissen die Medien mehr als wir anscheinend. Die Gespräche hat es noch nicht gegeben, darum bin ich ein bisschen verwundert. Ich weiß nicht, wo das herkommt. Wir sind Mitte, Ende April und wir haben immer dasselbe gesagt: Dass wir mit Manu im Austausch sind.“ Neuer habe „seine Timeline“, ergänzte Freund. „Aber wie gesagt: Es hat das Gespräch noch nicht gegeben mit Manu.“

Die Münchner gaben sich in der Causa zuletzt betont entspannt. Dass die gemeinsame Erfolgsstory mit dem inzwischen 40-Jährigen noch eine Saison weitergehen könnte, deutete der Spieler selbst in dieser Woche an. Nach dem Halbfinalsieg im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen (2:0) sagte der Weltmeister von 2014 beim Sender Sky angesprochen auf einen neuen Vertrag: „Ich werde jetzt nichts verkünden, das ist klar. Aber im Moment schaut es gut aus.“ Bei Sport1 kündigte er eine Entscheidung vor dem Pokal-Finale am 23. Mai an.

Bayern vor XXL-Rotation in Mainz

Neuer zeigte in dieser Saison mehrmals seine weiter vorhandene Extraklasse, etwa beim 2:1-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid oder in dieser Woche in Leverkusen. Zugleich fehlte er öfter als früher wegen Blessuren. Außerdem wurde er in dieser Spielzeit öfter geschont und durch Jonas Urbig ersetzt - auch an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) in Mainz?

Kompany dürfte auf etliche Stammspieler verzichten, um diese vor dem Halbfinal-Highlight in der europäischen Königsklasse drei Tage danach in Paris nicht unnötig einem Verletzungsrisiko auszusetzen. Zu verlieren gibt es in der Bundesliga eh nichts mehr - die Bayern sind schon Meister. „Es kann sein, dass wir Entscheidungen treffen, die ein bisschen logisch sind, was vielleicht Belastungssteuerung angeht oder einfach, wenn einige Jungs vielleicht Probleme haben“, sagte Kompany verklausuliert - aber eben doch deutlich.

Kompany räumt ein: PSG im Hinterkopf ist „normal“

Er meinte zudem fast schon entschuldigend, dass sein Mainzer Trainer-Kollege Urs Fischer das in so einer Situation genauso machen würden. Kompany will also nur jene Spieler aufstellen, „die sich keine Gedanken machen müssen, weil die einfach fit und frisch sind“. Namen nannte der Belgier dabei keine, unterstrich aber, dass es darum gehe, „vernünftige Entscheidungen“ zu treffen.

Dass das Champions-League-Spektakel am Dienstag (21.00 Uhr/Amazon Prime) im Pariser Prinzenpark schon jetzt im Hinterkopf seiner Spieler sei, das könne er verstehen. „Es sind alle natürlich Menschen und das ist auch normal“, sagte er. Kompany erinnerte an eine ähnliche Situation rund ums Viertelfinale gegen Real Madrid. „Die Spiele sind einfach so groß, dass du die nicht wegdenken kannst.“

© dpa-infocom, dpa:260424-930-988184/1


Von dpa
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