Rund 547.000 Tonnen Waschmittel werden laut Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) hierzulande jährlich verbraucht - das entspricht rund 6,5 Kilo pro Kopf. Doch hilft viel beim Waschen tatsächlich viel? Nein. Im Gegenteil, es schäumt nur mehr.
„Die richtige Dosis richtet sich nach Wasserhärte, Verschmutzung und Wäschemenge“, so Ane Esdohr von der Verbraucherzentrale Berlin. Grundsätzlich gilt, dass man bei härterem Wasser, starker Verschmutzung oder sehr viel Wäsche etwas mehr Waschmittel benötigt.
Die Wasserhärte am Wohnort kann man online recherchieren oder beim örtlichen Wasserversorger erfragen. Die dazu passende Waschmittelmenge steht dann auf der Verpackung des Waschmittels. Am besten markiert man bei der Dosierhilfe, welche Menge man in der Regel benötigt.
Für den Alltag reichen laut Esdohr zudem meist wenige Produkte:
Schwarzwaschmittel seien oft eher Marketing als Muss, so die Verbraucherschützerin. Wichtig ist ihr zufolge nur: „Dunkles nicht mit Vollwaschmittel waschen, da dieses Mittel Schwarzes ausbleichen kann.“
Hartnäckige Flecken kann man mit Gallseife vorbehandeln. Außerdem sollte man Flecken nicht erst eintrocknen lassen, sondern möglichst sofort rauswaschen.
Am besten greift man zu Waschmitteln mit Öko-Siegeln, wie Blauer Engel, EU-Ecolabel, Ecocert, Ecogarantie oder NCP (Nature Care Product), raten die Verbraucherzentralen. In puncto Umweltverträglichkeit der Inhaltsstoffe gehen deren Anforderungen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus, bestimmte umweltschädliche Inhaltsstoffe werden ausdrücklich verboten. Welches Siegel wofür steht, können Verbraucher online etwa unter „siegelklarheit.de“ herausfinden.
„Weichspüler ist in vielen Haushalten ein verzichtbarer Zusatz. Für saubere Wäsche ist er meist nicht nötig“, sagt Esdohr und erklärt: „Er parfümiert vor allem, kann Handtücher weniger saugfähig machen und belastet zusätzlich das Abwasser.“
Wichtig für alle, die vegane Produkte bevorzugen: „Die weich-machenden Inhaltsstoffe können je nach Produkt aus pflanzlichen, petrochemischen oder auch tierischen Rohstoffen hergestellt werden, etwa aus gereinigten tierischen Fetten“, so die Verbraucherschützerin. Am besten prüfen vegan lebende Menschen also, ob es auf der Verpackung einen klaren Hinweis gibt, ob das Produkt „vegan“ ist.
Oder man verzichtet eben ganz auf Weichspüler. Das spare bei Geld, Verpackung, Chemie und unnötigen Inhaltsstoffen, so Esdohr.
Auch zusätzliche Duftperlen in der Wäsche können die eigene Haut und die Umwelt unnötig belasten. Wenn die Wäsche keine Flecken hat und es nur um den Geruch geht, reicht es oft auch aus, die Kleidung einfach auszulüften.
Ein genereller Tipp: Beladen Sie die Waschmaschine immer voll - außer bei Woll- und Feinwäsche. Das spart Energie und Wasser.
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