Die Klingentor-Bastei steht normalerweise nicht so sehr im Fokus der Einheimischen. Das soll an einem Samstag im Sommer aber ganz anders werden: Am Samstag, 20. Juni findet dort das Klingentorfest für die Bürgerinnen und Bürger statt. Parallel dazu läuft wieder „Kunst an der Mauer” des Kunstkreises.
Ein richtiges Festival mit mehreren Bands und Bühnen soll es geben. Organisieren werden es mehrere Vereine: Die Handball-Abteilung des TSV 2000, der Meistertrunk-Verein und auch das Stadt- und Jugendblasorchester ist involviert. Die Intention erklärt Peter Wack, Handballer und Schlagzeuger seit 50 Jahren. Seit 40 Jahren tritt er mit verschiedenen Bands auf. „Schon vor zwei Jahren waren wir Teil der 750-Jahr-Feier am Grünen Markt und ich spielte damals mit HotRot”, erzählt er. Die Bewirtung übernahm damals der Meistertrunk-Verein. Wack: „Das kam so gut an, dass Robert Nehr vom Tourismus-Service auf uns zukam, ob wir nicht ein Fest selbst organisieren wollten.”
Martin Wegele, Vorsitzender des Festspiels, und Norbert Fink, der Handball-Abteilungsleiter beim TSV 2000, waren schnell überzeugt. Wack berichtet: „Als Location für Events ist mir schon seit vielen Jahren die Klingentorbastei im Sinn, für mich einer der schönsten Plätze in Rothenburg.” In Absprache mit dem Tourismus-Service und auch Helga Fabi vom Kunstkreis soll das Festival also gleichzeitig und in Kooperation mit Kunst an der Mauer am Samstag, 20. Juni, stattfinden.
Am Festival soll es drei Bühnen geben: Eine direkt auf der Gasse, eine zweite im direkt angrenzenden Garten des Vorsitzenden des Stadt- und Jugendblasorchesters, Dr. Wolfgang Scheurer, und die dritte am Strafturm im Westen der Bastei. Wack kommt ins Schwärmen: „Die Akustik an der Klingentorbastei ist einfach super.” Die Musikdarbietungen sollen breit gefächert sein und reichen von Volksmusik bis Cover Rock. Vonseiten des Festspiels werden der Spielmannszug, der Lose Haufen und die Marketenderinnen auftreten. Außerdem im Programm: HotRot, The Charming, Chip Kistenfeger und die Kleinstadt-Akustiker auf. Sämtliche Musikgruppen spielen ohne Gage.
Los gehen soll es schon morgens mit einem Weißwurstfrühstück. Den ganzen Tag über sind Führungen durch die Kirche St. Wolfgang geplant. „Ziel der Veranstaltung ist es, das Ehrenamt, insbesondere die Vereinsarbeit herauszustellen und zu unterstützen.” Es soll ein Fest von Einheimischen für die Einheimischen sein, wobei natürlich auch Gäste „herzlich willkommen sind”, sagt Wack. Sämtliche Erlöse kommen ausschließlich den Vereinen zugute. Der Eintritt ist frei, es werden Spendenboxen aufgestellt. Gegen 22.30 Uhr soll dann Schluss sein.