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Veröffentlicht am 28.10.2025 16:25

Festival mit drei Dutzend Filmen im KulturKino Feuchtwangen

Bereiten das Filmfestival Beyond in Feuchtwangen vor: Festivalleiter Ludger Pfanz (links) und Wolfgang Grebenhof, der Vorsitzende des Vereins KulturKino.  (Archivbild: Stefan Neidl)
Bereiten das Filmfestival Beyond in Feuchtwangen vor: Festivalleiter Ludger Pfanz (links) und Wolfgang Grebenhof, der Vorsitzende des Vereins KulturKino. (Archivbild: Stefan Neidl)
Bereiten das Filmfestival Beyond in Feuchtwangen vor: Festivalleiter Ludger Pfanz (links) und Wolfgang Grebenhof, der Vorsitzende des Vereins KulturKino. (Archivbild: Stefan Neidl)

In ein Forum für außergewöhnliche Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme verwandelt das Festival Beyond das KulturKino Feuchtwangen vom 30. Oktober bis 2. November. An vier Tagen sind knapp drei Dutzend ausgewählte Beiträge – darunter mehrere Uraufführungen – aus aller Welt zu erleben. Der thematische Schwerpunkt ist „Wahrheit“.

„Über 100 Filmschaffende haben sich mit ihren Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen beworben”, heißt es in der Pressemitteilung des Vorsitzenden des Vereins KulturKino, Wolfgang Grebenhof. „Etliche werden persönlich nach Feuchtwangen kommen, um ihre Werke vorzustellen. Erwartet werden auch zwei Regisseurinnen aus Russland.”

Filmemacher Ludger Pfanz (links) und der Vorsitzende des KulturKinos, Wolfgang Grebenhof, freuen sich auf das Beyond-Filmfestival. (Foto: Stefan Neidl)
Filmemacher Ludger Pfanz (links) und der Vorsitzende des KulturKinos, Wolfgang Grebenhof, freuen sich auf das Beyond-Filmfestival. (Foto: Stefan Neidl)

Beyond-Festival in Feuchtwangen kehrt zurück: Sie zeigen Filme gegen Widerstände

Das Filmfestival bietet vor allem jungen Kunstschaffenden eine Bühne – und erlebt eine große Nachfrage. Schwierig wird es, wenn die Weltpolitik ins Spiel kommt.

Nach dem Einführungsvortrag von Festivalleiter Ludger Pfanz am Donnerstag, 30. Oktober, um 18 Uhr stellt zunächst die Bamberger Regisseurin Julia Flachmann ihre Hommage an die Kittelschürze vor. Anschließend folgt die Deutschlandpremiere von „Menschen, Götter und andere Kreaturen“ in Anwesenheit der Regisseurin Svetlana Strelnikova und ihres deutschen Produzenten Frank Müller, berichtet Grebenhof.

Jeder weitere Festivaltag folgt einer festen Struktur: Um 18 Uhr eröffnen Kurzfilme den Abend, gefolgt von Podiumsdiskussionen oder Kurzvorträgen. Der Hauptfilm beginnt jeweils um 21 Uhr.

Auch ein Feuchtwanger Regisseur ist dabei

Der Freitag, 31. Oktober, steht im Zeichen der Comedy. Im ersten Block um 18 Uhr gibt es Kurzfilme, darunter etliche Deutschlandpremieren. Zu sehen sind acht Beiträge aus den USA, aus Hongkong, Frankreich, Russland, aus der Schweiz und aus Deutschland. Der Programmblock um 21 Uhr startet mit „Zeit für Veränderung“ des Feuchtwanger Filmemachers Oliver Tomandl. Es folgt die Weltpremiere von „Just Live“ der russischen Regisseurin Aleksandra Hobs. Beide haben ihr Kommen zugesagt.

Der Samstag, 1. November, ist dem politischen Film und der Debatte gewidmet. „Der Kurzfilmblock ab 18 Uhr gibt tiefe Einblicke in die Zukunftsängste und Sorgen junger Filmkünstler, von denen etliche anwesend sein werden”, so der Pressetext weiter. Die zehn Beiträge stammen aus England, Italien, Mexiko und Deutschland. Im Mittelpunkt des Abendprogramms ab 21 Uhr steht – in seinem Beisein – der neue Film von Adrian Schwartz: „Wir gehen Alle nach Oben“.

Preisgekrönte Kurzfilme aus Mittelfranken

Am Sonntag, 2. November, lädt das Festival zunächst um 11 Uhr zur Filmmatinee mit einer von Gideon Homes neu vertonten, modernen Fassung des Stummfilmklassikers „Metropolis“. Das Besondere: Homes wurde als Mitglied der Sabajo-Familie geboren, einem Indianerstamm namens Arawaks, der in den Regionen Südflorida und Suriname lebte.

Der Programmblock am Sonntagabend ab 18 Uhr gehört den Dokumentarfilmen mit dem Fokus auf jungen Filmemachenden aus Deutschland. Ab 21 Uhr findet dann die Preisverleihung für die besten Beiträge des Festivals statt. Die Jury erläutert ihre Entscheidung vor dem Kinopublikum. Auch der Gewinner des Publikumspreises wird bekannt gegeben, bevor sich das Filmbüro Franken mit einer Auswahl preisgekrönter fränkischer Kurzfilme vorstellt. „Wir wollen unabhängige Filmemacher im mittelfränkischen Raum unterstützen und ein breites
Publikum für deren Arbeit gewinnen“, betont das Filmbüro Franken.

Als Zugabe läuft „Malina” von Lorenz Wetscher aus Heilsbronn

Als „Zugabe” ins Programm genommen wurde ganz aktuell der Kurzfilm „Malina“ von Lorenz Wetscher aus Heilsbronn bei Ansbach. „Er ist frisch zurück vom Chelsea Film Festival in New York, wo sein Werk am 17. Oktober US-Premiere feierte”, so der KulturKino-Vorsitzende. „Im Anschluss gibt es eine Diskussion, wie man die Produktionsbedingungen in Franken und vor allem im ländlichen Raum für Filmkünstler verbessern und stärken kann.” Es diskutieren der Vorsitzende des Filmbüros Franken, Torsten De Souza Santos, Stephan Hilbert, Professor im Bereich „Bewegtbild/Dramaturgie und Regie“ an der Hochschule Ansbach, Mitglieder des Künstlerkollektivs Halbweltmedia aus Dinkelsbühl sowie Lorenz Wetscher.

Das Team von „Malina” beim Filmdreh in Nürnberg. Regisseur des Films ist Lorenz Wetscher (mittig, mit Kopfhörern um den Hals) aus Heilsbronn im Landkreis Ansbach. (Foto: Daniel Tkatsch)
Das Team von „Malina” beim Filmdreh in Nürnberg. Regisseur des Films ist Lorenz Wetscher (mittig, mit Kopfhörern um den Hals) aus Heilsbronn im Landkreis Ansbach. (Foto: Daniel Tkatsch)

Internationale Premiere: Regisseur aus Heilsbronn präsentiert Kurzfilm in New York

Lorenz Wetscher fliegt nun in die USA. Dort wird am Freitag sein Werk „Malina” beim Chelsea Film Festival gezeigt. Es erzählt eine recht schräge Geschichte.

Von lh
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