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Veröffentlicht am 08.10.2026 15:06, aktualisiert am 09.10.2026 03:26

Festnahme nach tödlichen Schüssen bei Waffenkontrolle

Das Ziel der Polizei war eine friedliche Lösung durch Kommunikation. (Foto: Tizian Gerbing/dpa)
Das Ziel der Polizei war eine friedliche Lösung durch Kommunikation. (Foto: Tizian Gerbing/dpa)
Das Ziel der Polizei war eine friedliche Lösung durch Kommunikation. (Foto: Tizian Gerbing/dpa)

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Behördenbeschäftigte bei einer Waffenkontrolle in der Oberpfalz hat die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen. Der 60-Jährige wurde dabei durch Schüsse leicht verletzt, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums sagte. „Zum Tatmotiv können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.“

Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der Tatverdächtige am Donnerstagnachmittag in Berngau (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) bei einer routinemäßigen Überprüfung eine 54 Jahre alte Mitarbeiterin und einen 45 Jahre alten Mitarbeiter des Landratsamts Neumarkt erschossen. Die beiden sollten unter anderem kontrollieren, ob der Mann seine Waffen ordnungsgemäß lagert. 

Großeinsatz mit gepanzertem Fahrzeug und Hubschrauber

Gegen 14.00 Uhr waren mehrere Notrufe bei Polizei und den Rettungskräften eingegangen. Die Zeugen meldeten Schussgeräusche. Es begann ein Großeinsatz, der sich bis weit in die Nacht hinein zog. Denn der bewaffnete Tatverdächtige verschanzte sich in einem Wohnhaus. 

Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch ein Spezialeinsatzkommando samt einem gepanzertem Fahrzeug sowie ein Polizeihubschrauber waren beteiligt. Die Polizei hatte telefonisch Kontakt zu dem mutmaßlichen Schützen und versuchte über lange Zeit, ihn in Gesprächen vom Aufgeben zu überzeugen. Der Mann beharrte jedoch darauf, nicht widerstandslos aufgeben zu wollen.

„Schlussendlich ist dann ein Zugriff erfolgt, unter Anwendung auch von Sprengmitteln“, schilderte ein Polizeisprecher. „Dabei wurde der 60-jährige mutmaßliche Schütze durch Schüsse ins Bein leicht verletzt.“ Der Mann werde nun zunächst medizinisch versorgt.

© dpa-infocom, dpa:261008-930-809866/14


Von dpa
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