FIFA-Krise: Hochrangiger Infantino-Berater tritt zurück | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 31.07.2026 12:05, aktualisiert am 31.07.2026 12:18

FIFA-Krise: Hochrangiger Infantino-Berater tritt zurück

Carlos Cordeiro tritt aus Protest als FIFA-Berater zurück. (Archivbild) (Foto: Rebecca Blackwell/AP/dpa)
Carlos Cordeiro tritt aus Protest als FIFA-Berater zurück. (Archivbild) (Foto: Rebecca Blackwell/AP/dpa)
Carlos Cordeiro tritt aus Protest als FIFA-Berater zurück. (Archivbild) (Foto: Rebecca Blackwell/AP/dpa)

Im weltweiten Streit um seine Investorenpläne hat FIFA-Präsident Gianni Infantino Berichten zufolge einen engen Vertrauten verloren. Der hochrangige FIFA-Berater Carlos Cordeiro trat aus Protest gegen das Vorhaben zurück, wie die Nachrichtenagentur AP und der Sender Sky News unter Verweis auf eine Stellungnahme meldeten. Cordeiro vertrat den Fußball-Weltverband zuletzt in der Task Force des Weißen Hauses zur WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko.

„Als leitender Berater des FIFA-Präsidenten, früherer Banker und lebenslanger Fußball-Fan kann ich nicht tatenlos zusehen, wie die FIFA den Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft in Erwägung zieht“, schrieb der ehemalige Präsident des US-Verbandes, der seit 2021 für die FIFA arbeitet. Er betonte, an den Plänen nicht beteiligt gewesen zu sein und diese entschieden abzulehnen.

„Es ist ein schlechtes Geschäft für die FIFA-Mitgliedsverbände, ein schlechtes Geschäft für den Fußball und ein schlechtes Geschäft für die langfristige Zukunft dieses Sports“, schrieb Cordeiro. Laut AP war der Funktionär in den vergangenen Wochen mehrfach zu Arbeitsbesuchen im Weißen Haus. Als früherer Partner der Investmentbank Goldman Sachs wird Cordeiro große Erfahrung mit Investitionsgeschäften nachgesagt.

Enormer Widerstand gegen Infantinos Pläne

Die von Infantino angeführte FIFA hatte zuvor mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der WM eine Milliardensumme einspielen zu wollen. Dagegen hatten bereits etliche Verbände Widerstand angekündigt. Die Nationen in der Europäischen Fußball-Union UEFA etwa kündigten einen Boykott aller FIFA-Wettbewerbe für den Fall an, dass der Verband die Pläne weiterverfolge.

Laut Berichten setzte der Weltverband eine Frist für die Zustimmung zum geplanten Investorendeal bis zum 19. September und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. Stand heute und laut der öffentlichen Äußerungen würde Infantino für seine Pläne innerhalb der FIFA wohl keine Mehrheit mehr bekommen.

© dpa-infocom, dpa:260731-930-465727/3


Von dpa
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