Ganztagsbetreuung an Feuchtwanger Grundschulen: Konzept für Schuljahr 2026/27 | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 16.12.2025 19:25

Ganztagsbetreuung an Feuchtwanger Grundschulen: Konzept für Schuljahr 2026/27

In der Mensa der Feuchtwanger Stadt-Schule soll künftig für alle angemeldeten Kinder die Ganztagsbetreuung in den Ferien stattfinden. (Foto: Jasmin Kiendl)
In der Mensa der Feuchtwanger Stadt-Schule soll künftig für alle angemeldeten Kinder die Ganztagsbetreuung in den Ferien stattfinden. (Foto: Jasmin Kiendl)
In der Mensa der Feuchtwanger Stadt-Schule soll künftig für alle angemeldeten Kinder die Ganztagsbetreuung in den Ferien stattfinden. (Foto: Jasmin Kiendl)

Der Feuchtwanger Stadtrat hat die Umsetzung der Ganztagsbetreuung an Grundschulen ab dem Schuljahr 2026/27 beschlossen. Ab da steht jedem Grundschulkind zunächst der ersten Jahrgangsstufe ein solcher Platz zu. Während der Unterrichtszeiten will die Stadt als Trägerin der beiden Grundschulen auf das vorhandene Angebot zurückgreifen.

Lediglich an der Stadt-Schule ist eine Ausweitung auf den Freitag erforderlich. Für die Ferienzeiten, wenn Eltern und ihre Kinder künftig ebenfalls einen Anspruch auf Betreuung haben, muss das Angebot ausgeweitet werden. Die städtische Sachbearbeiterin Silke Kasparek hat ein Konzept ausgearbeitet, das bereits im Hauptausschuss vorgestellt worden war. In Grundzügen skizzierte sie es noch einmal im Stadtrat.

Ein Ganztagsplatz bedeutet, dass die Kinder während der Schulzeiten montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr betreut werden. Die Unterrichtszeit ist eingeschlossen. Neu ist, dass dieser Betreuungsanspruch jetzt auch in den Schulferien gilt.

Jedes Jahr kommt ein weiterer Jahrgang hinzu

Los geht es am 15. September mit den Kindern der ersten Jahrgangsstufe. Bis zum Schuljahr 2029/30 kommen jedes Jahr die neuen Abc-Schützinnen und -schützen hinzu, sodass dann alle Jahrgangsstufen der Grundschulen umfasst sind. Für die Umsetzung sind die Stadt Feuchtwangen und der Schulverband Mittelschule Feuchtwangen-Land zuständig.

Die Ganztagsbetreuung hat die Möglichkeit, an 20 Tagen im Kalenderjahr, aber nicht vier Wochen am Stück, schließen, wurde in der Sitzung verdeutlicht. Eltern, die den Anspruch auf Ganztagsbetreuung wahrnehmen wollen, müssen einen Kostenbeitrag für die Ferienzeit leisten, der bei 105 Euro je Woche und Kind zuzüglich des Mittagessens liegt.

In den Sommerferien gibt es keine Obergrenze

Die Anzahl der Plätze soll auf 24 festgelegt werden. Diese Begrenzung gilt für die Ferien. Lediglich in den Sommerferien soll es keine Begrenzung geben. Diesen Vorschlag des Hauptausschusses befürwortete auch der Stadtrat. Die Schulverbandsversammlung will sich den Entscheidungen des Kommunalparlaments anschließen.

Vorrangig sollen die Plätze für die Ferienbetreuung den Erstklasskindern der beiden Feuchtwanger Grundschulen zur Verfügung gestellt werden. Diese sollen verbindlich einen Platz erhalten. Familien, die die Ganztagsbetreuung nutzen wollen, müssen dies verbindlich im Rahmen der Schuleinschreibung anmelden. Dies gilt dann für den gesamten Betreuungszeitraum, tageweise Buchungen sind in den Ferienzeiten nicht möglich. Bei Anmeldung ist die Hälfte der Gebühr im Voraus zu leisten

Das Mittagessen kommt aus Nürnberg

Während der Ferien soll der Anbieter „Xund ins Leben” das Betreuungsangebot verwirklichen. Das Mittagessen soll wie in den Schulzeiten auch vom Anbieter S-Bar aus Nürnberg geliefert werden. Die Buchung und Abrechnung soll wie während der Schulwochen selbstständig von den Eltern vorgenommen werden. Die Betreuung in den Ferien soll für alle Kinder in der Mensa der Stadt-Schule stattfinden.

In der Aussprache des Stadtrats bezeichnete Dr. Marko Hedler („Wir”/Grüne) das vorgestellte Konzept als „facettenreiche Lösung”, die sich am Bedarf der Eltern orientiere. Es gebe Planungssicherheit, die notwendig sei, und schaffe Verlässlichkeit. Von seiner Fraktion gebe es deshalb „klare Unterstützung”.

Die SPD verweist auf ihren Antrag

Hans Heinrich Unger, Sprecher der SPD-Fraktion, verwies auf einen Antrag seiner Fraktion. Die SPD gehe das Konzept mit, er forderte jedoch eine „baldige Evaluierung”. Und er war sich sicher : „So ein Angebot schafft eine eigene Nachfrage.”

Thomas Heidecker (Unabhängige Bürgerschaft Feuchtwangen) sprach von „guten Erfahrungen” mit dem Anbieter „Xund ins Leben”. Allerdings störe ihn, dass das Essen der Kinder aus Nürnberg angeliefert werde. Ob es da keine Möglichkeit gebe, mit Feuchtwanger Anbietern zu kooperieren. Kasparek berichtete, dass es „mehr als schwierig” sei, örtliche Anbieter zu finden, wie die Erfahrung gezeigt habe. Das hänge auch mit der Preisgestaltung zusammen. Ihr Wunsch: „Man muss das schlank organisieren”.

Der Stadtrat beschloss das vorgestellte Konzept für das kommende Schuljahr.

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