Im Kinderhaus am Mönchswald war eine Kontrollgruppe zugange. Große Mängel gab es nicht, lobte Kämmerer Stefan Beyerlein die Kitaleitung Yvonne Latteier. „Es wird alles sehr gut gepflegt”. Ein paar kleinere Hausaufgaben mussten trotzdem erledigt werden.
Zum einen ging es um die Gebühren. Die Kommune, als Träger der Kita, wurde aufgefordert, sich einmal im Jahr mit den Sätzen zu befassen. Sprünge sollen dabei mindestens in Zehn-Prozent-Schritten passieren.
Die Verwaltung machte nun also einen Vorschlag, wie die Preise zukünftig aussehen sollen. So kosten fünf Stunden Betreuung pro Tag im Kindergarten zukünftig nicht mehr 112, sondern 132 Euro pro Monat. Die Eltern zahlen davon nach der Erhöhung lediglich 32 Euro, erklärte Bürgermeister Stefan Bußinger. Je nachdem, wie viele Stunden die Kinder täglich betreut werden, steigen die Sätze um 20 bis 40 Euro an.
Auch die Krippe wird teurer. Bisher kosteten drei Stunden täglich dort 112 Euro im Monat, zukünftig 134 Euro. Die Kosten klettern hier zwischen 22 und 64 Euro in die Höhe. Eine Tabelle in den Sitzungsunterlagen macht aber klar: Damit ist das Kinderhaus weiterhin sehr günstig im Vergleich mit den Kitas der umliegenden Kommunen.
Neben den Gebühren wurde auch das Spielgeld, von dem zum Beispiel Bastelmaterial gekauft wird, erhöht. Bisher zahlten die Eltern fünf Euro pro Monat, zukünftig sollen es zehn Euro sein. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für diese Anpassung aus. Gelten sollen die neuen Sätze ab Februar.
Geprüft werden sollte außerdem ein Angebot für eine Betreuungszeit unter vier Stunden im Kindergarten. Man habe sich das genauer angeschaut, berichtet Kitaleitung Yvonne Latteier. Wenn Kinder jedoch weniger als diese Zeit im Kinderhaus verbringen, sind die Gebühren nicht förderfähig. Deshalb legte der Gemeinderat fest, dass die minimale Betreuungszeit vier Stunden pro Tag betragen soll.
In der Krippe gilt das dagegen nicht, hier können die Kinder auch weniger als vier Stunden in der Einrichtung verbringen. Damit das Kita-Personal ausreichend Zeit hat, die Kernbuchungszeiten aller Kinder anzupassen, soll auch diese Regel ab Februar gelten.
Zukünftig möchte das Gremium dann schon in der Mai- oder Juni-Sitzung über die Gebühren sprechen, sodass weitere Anpassungen gegebenenfalls zum Start des neuen Kitajahres im September in Kraft treten können.