Gefängnis-Ausbruch: Häftling hatte Versteck im Zellenboden | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 30.08.2026 10:19, aktualisiert am 30.08.2026 13:45

Gefängnis-Ausbruch: Häftling hatte Versteck im Zellenboden

Die JVA Duisburg-Hamborn: Hier floh ein Häftling über das Dach. (Foto: Christoph Reichwein/dpa)
Die JVA Duisburg-Hamborn: Hier floh ein Häftling über das Dach. (Foto: Christoph Reichwein/dpa)
Die JVA Duisburg-Hamborn: Hier floh ein Häftling über das Dach. (Foto: Christoph Reichwein/dpa)

Der Untersuchungshäftling, der am Morgen mit einem hollywoodreifen Ausbruch aus der JVA Duisburg-Hamborn entkommen ist, hatte vorher ein Versteck im Boden seiner Zelle angelegt. Der Hohlraum unter dem Linoleumboden sei offensichtlich bei Zellenkontrollen nicht bemerkt worden, jetzt aber entdeckt worden, sagte ein Sprecher des Justizministeriums. Werkzeug habe sich in dem Hohlraum nicht mehr befunden. 

Man könne inzwischen sicher annehmen, dass der Häftling einen Gitterstab vor dem Fenster seiner Zelle zum Innenhof durchgesägt habe. Um die Feinvergitterung vor dem Fenster aufzudrücken, habe er den Zellentisch als Hebel eingesetzt, sagte der Sprecher. Dann sei er offensichtlich über die Fassade auf der Innenseite aufs Dach und auf der Außenseite auf unbekannte Weise heruntergeklettert.

Von dem Mann fehlt laut Ministerium weiter jede Spur. Er war wegen Diebstahlverdachts in Untersuchungshaft und Ende Mai wegen zwei Wohnungseinbrüchen mit hohem Schaden zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Dabei soll er nach Informationen aus Justizkreisen nicht nur wertvollen Schmuck, sondern auch mehr als 200.000 Euro Bargeld gestohlen haben.

© dpa-infocom, dpa:260830-930-603909/3


Von dpa
north