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Veröffentlicht am 09.07.2026 09:10, aktualisiert am 09.07.2026 12:42

Gefahren beim Schwimmen - Fachleute geben Tipps

Wer Abkühlung am Wasser sucht, sollte möglichst nur an bewachten Badestellen schwimmen, seine Kräfte nicht überschätzen, auf Alkohol verzichten und Kinder immer im Auge behalten. (Archivbild) (Foto: Pia Bayer/dpa)
Wer Abkühlung am Wasser sucht, sollte möglichst nur an bewachten Badestellen schwimmen, seine Kräfte nicht überschätzen, auf Alkohol verzichten und Kinder immer im Auge behalten. (Archivbild) (Foto: Pia Bayer/dpa)
Wer Abkühlung am Wasser sucht, sollte möglichst nur an bewachten Badestellen schwimmen, seine Kräfte nicht überschätzen, auf Alkohol verzichten und Kinder immer im Auge behalten. (Archivbild) (Foto: Pia Bayer/dpa)

Viele Menschen wird es in Bayern bei den hochsommerlichen Temperaturen in den nächsten Tagen voraussichtlich ans Wasser ziehen. Doch Rettungskräfte warnen davor, einfach so ins Wasser zu springen. Vor allem in freien Gewässern wie Seen und Flüssen sollte man das Risiko nicht unterschätzen und beim Badespaß einige Dinge beachten. 

28 Menschen sind nach Angaben der Wasserwacht in Bayern seit Anfang Mai beim Baden ertrunken. Allein im heißen Juni mit zum Teil Rekordtemperaturen waren es demnach 21 - und die nächste Hitzeperiode steht bevor. 

Möglichst nur an bewachten Stellen baden

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet von Freitag an in ganz Bayern wieder viel Sonne und Temperaturen um die 30 Grad. Die Spitzenwerte der jüngsten Hitzewelle werden zwar nicht erreicht. In Nordbayern könnten es aber schon am Samstag wieder bis zu 34 Grad werden.

Wer Abkühlung am Wasser sucht, sollte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zufolge möglichst nur an bewachten Badestellen schwimmen, seine Kräfte nicht überschätzen, auf Alkohol verzichten und Kinder immer im Auge behalten. Die meisten Badeunfälle ereigneten sich demnach in Seen und Flüssen. Erfahrungswerte zeigten, dass viele Ertrunkene Menschen ab 65 Jahren seien, heißt es von der DLRG.

Nicht überhitzt ins Wasser stürzen

Auffällig sei auch ein hoher Anteil von Männern, insbesondere von jungen Männern. Von den 28 Badetoten, die die Wasserwacht vom 1. Mai bis 8. Juli gezählt hat, waren 27 Männer - gut die Hälfte davon zwischen 20 und 30 Jahre alt. 19 ertranken der Statistik zufolge in einem See, 6 in einem Fluss. „Wenn ich allein in einem See bin und untergehe, ist das ein tragisches Todesurteil, und wer sich überhitzt ins Wasser stürzt, nimmt Lebensgefahr in Kauf“, erklärte der Landesvorsitzende Thomas Huber. 

Bei Senioren könnten der DLRG zufolge Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Ursache für Badeunfälle sein. Weil kaltes Wasser den Kreislauf belastet, rät die Wasserwacht dazu, immer langsam ins Wasser zu gehen und den überhitzten Körper nicht schlagartig abzukühlen. Bei jungen Männern vermutet die DLRG, dass Leichtsinn, überschätzte Kräfte und fehlende Schwimmkenntnisse zu Badeunfällen führen könnten. 

Nie allein ins Wasser

Als besonders gefährlich fürs Baden stuft die DLRG unbewachte Gewässer ein, wie Baggerseen und Kiesgruben, Seen mit steil abfallenden Ufern, kalten Tiefenzonen oder schlechter Sicht sowie Flüsse mit Strömung, Wehren und Schifffahrt. Doch auch vermeintlich ruhige Gewässer dürfen nicht unterschätzt werden. Die Wasserwacht rät Schwimmerinnen und Schwimmern nie allein ins Wasser zu gehen und in offenen Gewässern eine Schwimmboje zu nutzen. 

In Bayern sorgen die Wasserwacht vom Bayerischen Roten Kreuz und die DLRG für Sicherheit in und am Wasser. Die Wasserwacht ist eigenen Angaben an mehr als 550 Stationen vertreten, die DLRG an etwa 100 Badestellen und Gewässern. Bäder, die Eintritt verlangen, müssen laut DLRG generell überwacht werden. An anderen Badestellen entschieden die Betreiber oder Grundeigentümer etwa nach der möglichen Gefährdung, dem Besucheraufkommen und kommunalen Regelungen.

© dpa-infocom, dpa:260709-930-357184/2


Von dpa
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