„Gesichter einer verschwindenden Welt”: Spektakuläre Foto-Show in Neustadt | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 05.11.2026 08:35

„Gesichter einer verschwindenden Welt”: Spektakuläre Foto-Show in Neustadt

Der Reisefotograf gibt den Völkern eine letzte Stimme. (Foto: Michael Runkel)
Der Reisefotograf gibt den Völkern eine letzte Stimme. (Foto: Michael Runkel)
Der Reisefotograf gibt den Völkern eine letzte Stimme. (Foto: Michael Runkel)

Michael Runkel ist am Donnerstag, 12. November, um 19 Uhr wieder zu Gast in der NeuStadtHalle. Im Gepäck hat der Reisefotograf sein neues Buch „Letzte Stimmen”, in dem es um bedrohte Kulturen unserer Erde geht.

Michael Runkel zählt zu den renommiertesten Reisefotografen Deutschlands und zu den weit gereisten Menschen der Welt. Der Fotograf, Autor und Redner ist in Neustadt aufgewachsen und zur Schule gegangen. Er hat alle 193 UN-Mitgliedsstaaten bereist und dokumentiert seit über drei Jahrzehnten indigene Kulturen auf allen Kontinenten. Zur Multivisionsshow kommt er auf Einladung der Ferienkneipe Aisaria, die den Erlös der Veranstaltung wieder der Stadt Neustadt zur Verschönerung der Wilhelmstraße spenden wird, wie erster Vorsitzender Jörg Feigl verspricht.

Mit „Letzte Stimmen – oder: Gesichter einer verschwindenden Welt” ist ein bildgewaltiges Vermächtnis über indigene Völker und die fragile Vielfalt unserer Erde erschienen. „Mit jeder Lebensform, die verschwindet, verlieren wir nicht nur Vielfalt, sondern auch Alternativen“, so Michael Runkel, der die entlegensten Regionen unseres Planeten bereist und Gemeinschaften dokumentiert, deren Lebensweisen heute durch Klimawandel, Globalisierung und Landraub zunehmend bedroht sind.


Mit jeder Lebensform, die verschwindet, verlieren wir nicht nur Vielfalt, sondern auch Alternativen.

Michael Runkel

Die Zuschauerinnen und Zuschauer in der NeuStadtHalle dürfen sich auf eindrucksvolle Porträts und faszinierende Einblicke in Rituale, Alltagsleben und kulturelle Traditionen freuen. Zu sehen sind an diesem Abend Bilder, die in dieser Form künftig kaum noch möglich sein werden. Im Buch und auf der Leinwand entfaltet sich eine außergewöhnliche Reise zu den Ritualen und Gemeinschaften Afrikas, zu den Nomaden Sibiriens, den Körperkulturen Süd- und Südostasiens, den Festen Ozeaniens und den indigenen Völkern Südamerikas. Dabei verbindet der Bildband fotografische Meisterschaft mit ethnologischer Tiefe und einer klaren ethischen Haltung.

Letzte Stimmen ist zugleich Dokumentation und stiller Appell: ein eindringliches Plädoyer dafür, die kulturelle Vielfalt der Menschheit als gemeinsames Erbe zu bewahren, so der Autor und Fotograf in einer Mitteilung. „Die Bilder machen sichtbar, was vielerorts bereits im Begriff ist zu verschwinden, und schaffen ein Bewusstsein für die Bedeutung von Identität, Gemeinschaft und kultureller Erinnerung.”

Das könnte Sie auch interessieren

Michael Runkel, Letzte Stimmen – Bedrohte Kulturen unserer Erde, 2026. 320 Seiten. 250 Abbildungen, ISBN: 978-3-7667-2906-4

north