Gespenster, Hexen und Vampire: In Ansbach spukt's | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 21.07.2023 07:00

Gespenster, Hexen und Vampire: In Ansbach spukt's

Im Gymnasium Carolinum spukt’s. Nicht im düstren Karzer unter dem dicken Turm, nicht in der historischen Bibliothek mit den uralten Wälzern, sondern in der modernen Turnhalle. Dort hat die Musical-Gruppe der Unterstufe vier Vorstellungen des Grusicals „Geisterstunde auf Schloss Eulenstein“ vor hunderten Zuschauern gegeben.

Das Kindermusical von Peter Schindler für Chor, Orchester oder Band und Solisten wird an Schulen gern gespielt. Auch das Carolinum hat sich mit viel Engagement der Geschichte rund um den Schlossherrn Karl von Radau angenommen.

Der organisiert um Punkt Mitternacht eine seiner legendären Spuk-Partys. Eingeladen sind alle, die in Gruselkreisen Rang und Namen haben: große und kleine Gespenster, ein 1000 Jahre alter Flaschengeist, Rübezahl, die kleine Hexe, Graf Dracula und anderes Gelichter. Die Stimmung ist schaurig schön, vor allem weil die kleine Hexe ihre fabelhafte Rums-und-Rappel-Peng-Krachmaschine mitgebracht hat.

Doch dann taucht plötzlich der fiese Fritz Rabatz auf, der natürlich immer Rabatz und Stress macht. Deshalb hat er Schlossverbot, was ihm aber spukpiepegal ist.

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Die Ansbacher Künstlerin Kerstin Himmler-Blöhß hat zusammen mit Schülerinnen ein prächtiges Bühnenbild für das Musical gebaut: mit Burgtürmen und Zinnen, Spinne und Fledermaus, Stolper-Tigerfell, Mumie, riesigen Spinnweben und einer gewaltigen Uhr im Zentrum, die stets die Geisterstunde anzeigt. Hinterm Orchester steht ein Skelett, das vielleicht aus dem Biosaal herüberspaziert ist.

Der Unterstufenchor und die jungen Solistinnen sind mit Begeisterung bei der Sache. Clara Eugenio gibt einen eleganten Schlossherrn, Lina Schübel eine patente kleine Hexe, Leni Albrecht einen gefährlich-kühlen Rabatz, Fiona Fritsche einen zupackenden Rübezahl und Cassandra König einen witzig-tollpatschigen Flaschengeist. Elmedina Keraj ist eine geheimnisvolle Erzählerin ganz in Schwarz.

Mit dem Bühnennachwuchs erarbeitet haben das Stück die Lehrerinnen Franziska Argmann und Daniela Puhr-Westerheide. Die Solistenrollen sind teils doppelt besetzt, so dass mehrere Kinder die Chance haben, einen größeren Part zu übernehmen. Begleitet wird die Musical-Gruppe vom Schulorchester mit Musikerinnen und Musikern aus der siebten bis elften Jahrgangsstufe unter der Leitung von Anne Hüttinger. Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei, und die Zuschauer, bei den Abendvorstellungen vor allem Familien der jungen Darstellerinnen und Darsteller, bejubeln das gespenstische Treiben.

Auf Schloss Eulenstein haben sich jede Menge gruslige Gestalten versammelt – vom Gespenst bis zum Flaschengeist. (Foto: Lara Hausleitner)
Auf Schloss Eulenstein haben sich jede Menge gruslige Gestalten versammelt – vom Gespenst bis zum Flaschengeist. (Foto: Lara Hausleitner)
Auf Schloss Eulenstein haben sich jede Menge gruslige Gestalten versammelt – vom Gespenst bis zum Flaschengeist. (Foto: Lara Hausleitner)

Lara Hausleitner
Lara Hausleitner
Redakteurin für Lokales und Kultur - und Reisende aus Leidenschaft.

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Nellie Bly
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