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Veröffentlicht am 14.08.2026 12:59

Gesundheitsinfluencer - wer ist seriös?

Auf vertrauenswürdige Accounts achten: Zu Medfluencern gehören echte Experten wie Ärzte oder Pflegekräfte - aber auch fachfremde Laien. (Foto: Niklas Graeber/dpa/dpa-tmn)
Auf vertrauenswürdige Accounts achten: Zu Medfluencern gehören echte Experten wie Ärzte oder Pflegekräfte - aber auch fachfremde Laien. (Foto: Niklas Graeber/dpa/dpa-tmn)
Auf vertrauenswürdige Accounts achten: Zu Medfluencern gehören echte Experten wie Ärzte oder Pflegekräfte - aber auch fachfremde Laien. (Foto: Niklas Graeber/dpa/dpa-tmn)

Wer regelmäßig in sozialen Medien unterwegs ist, begegnet häufig auch Accounts, die sich mit Ratschlägen zum Thema Ernährung, Fitness oder anderen Gesundheitsthemen positionieren - von Haut- bis Darmgesundheit. Hinter diesen sogenannten Medfluencer-Accounts stehen teils Fachkräfte, also ausgebildete Ärztinnen, Psychotherapeuten oder Pflegekräfte.

Wie die Stiftung Gesundheitswissen erklärt, kann aber grundsätzlich jeder und jede als Gesundheitsinfluencer auftreten. Zum Teil gehen Kanäle mit hohen Klickzahlen und unterhaltsamer Aufmachung also auch auf medizinische Laien, Unternehmer, Agenturen oder Dienstleister zurück. 

Fachliche Korrektheit und Unabhängigkeit ist hier längst nicht immer garantiert. Der Stiftung zufolge verbreiten diverse Medfluencer-Accounts auf Tiktok, Instagram und Co. zum Beispiel immer wieder riskante Bräunungsmethoden oder teilen Informationen mit Bezug auf Sonnenschutz, die dem medizinischen Forschungsstand widersprechen.

Wer ist Experte? 

Woran also lassen sich vertrauenswürdige Accounts, die verlässliche Gesundheitsinformationen anbieten, erkennen? Medfluencer zu einer bestimmten Erkrankung oder einem Gesundheitsthema seien dann Experten, wenn sie echtes Expertenwissen besitzen, so die Stiftung.

Dafür spricht zum Beispiel eine bestimmte Berufsausbildung und -erfahrung im medizinischen Bereich. Patienten mit einer seltenen Erkrankung können ebenfalls eine Expertenmeinung besitzen. Man sollte sich jedoch bewusst machen, dass es um eine Einzelwahrnehmung geht, die nicht auf jeden zutreffen muss. 

Vertrauenswürdige Accounts: Auf diese Punkte achten

Die Experten der Stiftung raten, auf folgende Punkte zu achten, um zu klären, ob ein Account vertrauenswürdig ist: 

  • Klare Identität: Der Influencer nennt seinen vollen Namen, die Person hinter dem Kanal ist eindeutig erkennbar.
  • Nachweisbare Expertise: Es liegt fundiertes Fachwissen zum Thema vor (etwa durch Ausbildung).
  • Werbefreiheit: Die Beiträge enthalten keine Produkt- oder Medikamentenwerbung und verzichten auf unwahre Heilungsversprechen.
  • Quellenangaben: Für benannte Fakten werden medizinische Quellen angeführt.
  • Meinungskennzeichnung: Eigene Meinungen werden transparent als solche angekündigt („Meine Einschätzung dazu ist, ...).
  • Ausgewogenheit: Bei Behandlungen werden Vor- und Nachteile sowie Alternativen genannt. Es gibt keine Aufforderung, ärztliche Therapien abzubrechen oder zu verweigern.

Hellhörig sollte man hingegen unter anderem werden, wenn gar nicht klar wird, wer genau hinter einem Account steckt, die Expertise nur vage beschrieben wird (etwa mit Coach oder Trainer), Beiträge hauptsächlich dazu dienen, Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben oder Influencer gar Heilungsversprechen machen („Nie wieder Übergewicht“).

© dpa-infocom, dpa:260814-930-529668/1


Von dpa
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