Gewitter im Anmarsch: So werden Sie nicht überrascht | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 29.06.2026 09:54

Gewitter im Anmarsch: So werden Sie nicht überrascht

Können schnell aufziehen: Sommerliche Wärmegewitter entstehen oft innerhalb weniger Minuten und erfordern schnelles Handeln. (Foto: Patrick Pleul/dpa)
Können schnell aufziehen: Sommerliche Wärmegewitter entstehen oft innerhalb weniger Minuten und erfordern schnelles Handeln. (Foto: Patrick Pleul/dpa)
Können schnell aufziehen: Sommerliche Wärmegewitter entstehen oft innerhalb weniger Minuten und erfordern schnelles Handeln. (Foto: Patrick Pleul/dpa)

Rekordhitze und dann Abkühlung. Das geht laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auch fast immer mit Gewitter einher. Für die kommenden Tage sind deutschlandweit zum Teil heftige Gewitter angesagt, dazu Starkregen, Windböen und punktuell auch Hagel. 

Und die Gewitter kommen häufig schneller, als man denkt. Allein die Wahrnehmung von Donner bedeutet, dass das Gewitter weniger als zehn Kilometer entfernt ist – dann sollte man umgehend Schutz suchen. Sind es zehn Sekunden oder weniger zwischen Blitz und Donner, besteht laut Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) akute Lebensgefahr. Jetzt gilt es, sich dringend in Sicherheit zu bringen, am besten in einem festen Gebäude oder im Auto. Sich bei Gewitter draußen aufzuhalten, ist lebensgefährlich. Ein Blitzschlag kann tödlich sein.

Und wie weit ist das Unheil entfernt? Zählt man die Sekunden zwischen einem Blitz und dem zugehörigen Donner und teilt die Zahl durch drei, weiß man laut DWD ungefähr, wie viele Kilometer das Gewitter entfernt ist.

Mit diesen Apps kann einen kaum noch ein Gewitter überraschen

Besser also, man wird gar nicht erst nicht überrascht. Dabei helfen die gängigen Warnapps:

- NINA vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt es kostenlos für Android und iOS.

- Katwarn vom Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme gibt es kostenlos für Android und iOS.

- Warnwetter vom Deutschen Wetterdienst kostet aufgrund eines Gerichtsurteils für vollen Funktionsumfang einmalig 2,49 Euro für Android und iOS. Einfache Warnmeldungen gibt es auch in der kostenlosen Version.

Mit allen drei Apps lassen sich Warnungen vor gefährlichen Wettersituationen am eigenen Wohnort oder Standort einstellen. 

Warnwetter bietet darüber hinaus noch ein aktuelles Wetterradar mit sehr präzisen Prognosen, wo sich Schlechtwettergebiete hinbewegen und wie stark Regen oder Hagel ausfallen könnten. Das erleichtert auch die Entscheidung, ob man jetzt das Auto bei einer Hagelwarnung sicher unterstellt, oder nicht. 

Wer mag, kann außerdem eigene Wettermeldungen abgeben und die Daten der Messstationen so mit Augenzeugendaten anreichern.

Verhaltensregeln bei Gewitter

Was aber, wenn man auf einer Fahrradtour, einer Wanderung oder bei einem Badeausflug vom Gewitter überrascht wird und weit und breit kein sicherer Unterstand zu sehen ist?

Dann gelten folgende Verhaltensregeln: 

  • Abstand von Bäumen und Masten halten: Alleinstehende Bäume, Baumgruppen, Waldränder, hohe Türme und Masten, Metallzäune und Gewässer meiden und keinesfalls der höchste Punkt der Umgebung sein. Regenschirme oder Wanderstöcke sowie das Fahrrad und andere Gegenstände aus Metall mindestens einige Meter entfernt ablegen oder abstellen.
  • Klein machen, Füße zusammen: Am wirksamsten ist laut DWD, wenn man in einer Bodenmulde oder Senke in die Hocke geht, die Füße eng zusammenstellt und die Arme um die Beine schlingt. Das verringert unter anderem die Wahrscheinlichkeit für einen direkten Blitzeinschlag.
  • Möglichst nicht in geschlossenen Gruppen warten: Wer mit anderen Menschen unterwegs ist, sollte während eines Gewitters nicht dicht zusammenstehen, sondern Abstand zueinander halten - mindestens einen Meter, besser sogar drei.

Wurde eine halbe Stunde lang kein Donner mehr wahrgenommen, gilt das Gewitter laut VDE als vorüber.

© dpa-infocom, dpa:260629-930-302040/1


Von dpa
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