Viele schwören auf klassische Holzkohlegrills. Doch auch Elektrogrills können hohe Temperaturen entwickeln. Das zeigt ein Test, den die Zeitschrift „Selbst ist der Mann“ (Mai 2025) zusammen mit dem Tüv Rheinland durchgeführt hat. Demnach erreichten einige Modelle eine Maximaltemperatur von rund 230 Grad oder mehr. Aus Sicht der Redakteure sind sie damit eine konkurrenzfähige Alternative zu Holzkohlegrills.
Die Unterschiede bei den acht getesteten Modellen waren aber groß - sowohl bei Sicherheitsaspekten als auch bei der Ergonomie und Qualität. Mehrere der Elektrogrills erzeugten nicht ausreichend Hitze. Auch die Hitzeverteilung war ungleichmäßig. Besonders unsinnig, da einige Geräte eine Haube zum Schließen hatten. Ein Versuch mit Toastscheiben zeigte, dass das Grillgut teils anbrannte und schwarz wurde, während andere Stellen hell blieben.
Auch preislich lagen die einzelnen Modelle weit auseinander - zwischen 46 Euro und 700 Euro. Doch der Preis war offensichtlich kein guter Anhaltspunkt für Qualität. Unter den Schlusslichtern waren nämlich der teuerste und der günstigste Grill im Test.
Die bestbewerteten Modelle:
Ein weiteres Modell, ein Plancha-Grill, wurde mit „befriedigend“ bewertet. Ein Plancha-Grill ist ein Gerät mit durchgängiger Grill-Platte. Diese eignet sich zum indirekten Grillen bei hohen Temperaturen.
Drei Geräte schnitten „mangelhaft“ ab. Sie fielen im Tüv-Sicherheitstest durch, weil sie die Anforderungen der Norm EN 60335 nicht erfüllten. Zwar waren sie laut Gebrauchsanleitung für den Außenbereich geeignet, ihnen fehlte aber ein vor Spritzwasser geschützter Netzstecker.
Tipp: Wer Elektrogrills im Freien nutzen will, sollte auf eine Fehlerstrom-Schutzschaltung (FI-Sicherung) achten.
© dpa-infocom, dpa:250404-930-423454/1