Mit der ersten Verbandsversammlung 2026 hat sich der neu gegründete Zweckverband zur Wasserversorgung der Hesselberg-Gruppe konstituiert. Der Zusammenschluss mit der Rastberg-Gruppe und der Stadt Wassertrüdingen gilt als historischer Schritt für die regionale Wasserversorgung. Zum Verbandsvorsitzenden wurde Dieter Schröder gewählt.
Schröder war im Vorfeld der Vorsitzende der Rastberg-Gruppe. Zu seinem Stellvertreter wurde der bisherige Verbandsvorsitzende der Hesselberg-Gruppe, Karl Fickel, bestimmt. Geschäftsleiter ist Robert Kaußler. Zur neuen Kassenverwalterin wurde die noch bis Ende Februar bei der Stadt Wassertrüdingen beschäftigte Stefanie Strauß bestellt. Sie wechselt ab März zum Zweckverband. Zu Rechnungsprüfern wurden Stefan Engruber, Karl Gutmann, Christoph Schmidt und Martin Bühringer bestellt. Deren Stellvertreter sind Stefan Walter, Gerd Muschler, Karl Ruck und Andreas Schlicker.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen neben den Neuwahlen auch zahlreiche organisatorische Weichenstellungen. So werden die Entschädigungen für die Vorsitzenden und die Sitzungsgelder per Satzung geregelt. Im Rahmen einer eingehenden Diskussion wurde festgelegt, dass der Vorsitzende monatlich 450 Euro erhält. An Sitzungsgeldern werden 40 Euro pro Sitzung ausgezahlt.
Aus den nicht öffentlichen Sitzungen im Dezember 2025 berichtete Karl Fickel über hohe Wasserverluste in Teilbereichen des Verbandsgebiets. Als Konsequenz dürfen Wasserentnahmen durch Bauhöfe und Baufirmen künftig nur noch über Zähler und Systemtrenner erfolgen. An Privatpersonen werden keine Hydrantenschlüssel mehr ausgegeben.
Des Weiteren blickten Fickel und Dieter Schröder sowie Wassertrüdingens Bürgermeister Stefan Ultsch auf die vergangenen Jahre zurück. Übereinstimmend dankten sie den Verbandsräten und dem Personal für die intensive Vorarbeit, insbesondere Geschäftsführer Robert Kaußler und seinem jahrzehntelangen Vorgänger Heinrich Rittenhofer.
Schröder erinnerte an seine 18-jährige Tätigkeit bei der Rastberg-Gruppe mit umfangreichen Leitungsbaumaßnahmen in Geilsheim und zahlreichen Straßensanierungen in Wassertrüdingen und den Verbandsgemeinden.
Fickel stellte die vielen Baumaßnahmen im Hesselbergraum heraus, während Ultsch von einem „besonderen Tag“ angesichts der zuvor teils unübersichtlichen Strukturen sprach. Einig waren sich alle drei, dass die Wasserversorgung in der Region aus finanziellen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gründen nur durch einen derartigen Zusammenschluss zukunftsfähig sei.