Großes Konzert in Dietenhofen: Der 1. Europa Musikzug musizierte | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 21.12.2025 17:35

Großes Konzert in Dietenhofen: Der 1. Europa Musikzug musizierte

Der 1. Europa Musikzug Markt Dietenhofen hat bei seinem Weihnachtskonzert in der ausverkauften Schulturnhalle die thematischen Schwerpunkte Amerika und Weihnachten zu einem harmonischen Gesamterlebnis verwoben. (Foto: Yvonne Neckermann)
Der 1. Europa Musikzug Markt Dietenhofen hat bei seinem Weihnachtskonzert in der ausverkauften Schulturnhalle die thematischen Schwerpunkte Amerika und Weihnachten zu einem harmonischen Gesamterlebnis verwoben. (Foto: Yvonne Neckermann)
Der 1. Europa Musikzug Markt Dietenhofen hat bei seinem Weihnachtskonzert in der ausverkauften Schulturnhalle die thematischen Schwerpunkte Amerika und Weihnachten zu einem harmonischen Gesamterlebnis verwoben. (Foto: Yvonne Neckermann)

Der 1. Europa Musikzug Markt Dietenhofen hat mit seinem Weihnachtskonzert einen fulminanten Schlusspunkt hinter ein äußerst erfolgreiches Jahr gesetzt. 550 Besucherinnen und Besucher ließen sich dies nicht entgehen und sorgten für volle Ränge in der ausverkauften Schulturnhalle.

2025 wird den Aktiven wohl noch lange in Erinnerung bleiben, denn eine Abordnung des Orchesters hat im September an der deutsch-amerikanischen Steuben-Parade in New York City teilgenommen. Dabei haben die Musikerinnen und Musiker sich nicht nur den Duft der großen weiten Welt um die Nase wehen lassen, sondern auch einen Beitrag zur kulturellen Völkerverständigung geleistet.

Wie prägend diese Erfahrung war, klang in dem über dreistündigen Programm des Weihnachtskonzerts immer wieder durch. Dirigent Andreas Doßler und sein Orchester hatten erneut eine Reihe an Titeln mit Amerika-Bezug einstudiert. Neben einem Medley aus Frank Sinatra Classics, bei dem natürlich „New York, New York“ nicht fehlen durfte, entführte auch Anton Dvoraks neunte Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ in eben diese. Das Werk, das 1893 während Dvoraks Aufenthalts in den USA entstand, verbindet tschechische Musiktraditionen mit Einflüssen afroamerikanischer Spirituals und indigener Melodien zu einem klanglich dichten, vielschichtigen Werk, das zugleich Heimweh und Aufbruchstimmung ausdrückt.

Der zweite inhaltliche Schwerpunkt des Programms lag – wie sollte es bei einem Weihnachtskonzert auch anders sein – auf dem nahenden Fest. Unter anderem gab es gleich mehrere „Christmas Medleys“, wie beispielsweise die „Vier weihnachtlichen Farben“. Das erst in diesem Jahr erschienene Arrangement aus „Leise rieselt der Schnee“, „Zu Bethlehem geboren“, „Es wird scho glei dumpa“ und „Stille Nacht“ habe man erst kürzlich in einem Newsletter des Verlags entdeckt, verriet der Vorsitzende Markus Häßlein am Rande des Konzerts. „Wir suchen eigentlich immer nach geeignetem Material, das sowohl uns als auch unserem Publikum gefällt“, so Häßlein.

Unterhaltsam durch den Abend führte Alt-Saxophonist Philipp Wimmer, dem es in seiner Moderation immer wieder gelang, den Bogen zwischen den Themen Amerika und Weihnachten zu schlagen: so zum Beispiel bei seiner Einstimmung auf den Titel „Winnetou und Old Shatterhand“, Martin Böttchers Melodie der Filmreihe über Karl Mays fiktiven Apachenhäuptling und seinen Blutsbruder.

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„Einerseits verbinden wir die Filme mit den Festtagen, weil sie dann oft im Fernsehen wiederholt werden“, meinte Wimmer. Andererseits tauge aber auch die Handlung selbst irgendwie zur Weihnachtsgeschichte. „Der Erzähler alias Old Shatterhand kommt als Landvermesser für den Bau der Eisenbahn in den Westen. Der Apache Winnetou und er stehen sich zunächst als Feinde gegenüber, werden dann Freunde und schließlich Familie.“

Besonders gefeiert wurden auch diesmal die Mitglieder des Nachwuchsorchesters im Alter ab sieben Jahren. Obwohl sie teils erst seit einem halben Jahr ihr Blasinstrument oder das Schlagwerk erlernen, konnten sie mit den „Großen“ bereits gut mithalten. Auch ihre Titelauswahl steckte voller tiefer Botschaften. So spielten sie unter anderem die Melodie zum Film „Drachenzähmen leicht gemacht“, komponiert von John Powell. „Ein Wikingerjunge und ein Drache lernen sich kennen und beweisen, dass ein friedliches Zusammenleben möglich ist“, erklärte Philipp Wimmer.


Von YVONNE NECKERMANN
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