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Veröffentlicht am 07.10.2023 14:00

Grüne Couch mit Landwirten zur artgerechten Tierhaltung

Politik, Wirtschaft und Verbraucher widmen dem Thema Tierwohl inzwischen große Aufmerksamkeit. Aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet eine Veranstaltung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ansbach in den Kammerspielen die Thematik um artgerechte Tierhaltung in der Landwirtschaft.

Stadt und Landkreis Ansbach ist landwirtschaftlich stark geprägt durch Tierhaltung. Eine besondere Rolle spielt dabei die Haltung von Rindern und vor allem von Kühen. Wissenswertes über Kühe, ihre Bedürfnisse und Verhaltensweisen erfährt das Publikum zum Auftakt der Tierwohl-Thematik am Dienstag, 10. Oktober, um 19.30 Uhr in den Kammerspielen im Theaterstück „Fräulein Brehms Tierleben“. Barbara Geiger, Schauspielerin, Regisseurin und Autorin, vereint in ihrem Auftritt wissenschaftliche Erkenntnisse, Anekdoten und Theaterkunst. Sie greift auch kritische Themen auf, die mit der modernen Haltung von Rindern einhergehen.

Im Anschluss an das Theaterstück nehmen Gäste auf der „Grünen Couch“ Platz und sprechen über Tierwohl und Tierhaltung. Das Gespräch moderiert Wolfgang Kerwagen, Behördenleiter des AELF. Agnes Beckler, Vorsitzende der ÖDP Bayern, hat in ihrer Funktion eine Petition in den bayerischen Landtag eingebracht („Installation eines bayerischen Tierschutzbeauftragten“), war Mitinitiatorin des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“, ist Tierärztin und wohnt im Raum Passau.

Dr. Ralf Zechmeister ist als Leiter des staatlichen Veterinäramtes in Ansbach zuständig für alle Fragen zum Tierschutz in der Stadt und im Landkreis Ansbach. Auch zwei Landwirte aus dem Landkreis kommen zu Wort.

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Siegfried Meyer ist Biobauer (Demeter) in Opfenried bei Röckingen. Er betreibt Milchviehhaltung mit Weidegang und ist Mitglied im Bio-Regio-Betriebsnetz (Bio-Demobetrieb) der Landesanstalt für Landwirtschaft in Bayern. Michael Schneider, Landwirt aus Külbingen bei Petersaurach, mit den Schwerpunkten Biogas und Schweinemast, hat in diesem Jahr einen neuen Stall für Schweine in Betrieb genommen auf dem Weg zu mehr Tierwohl. Zusammen mit der Familie betreibt der Landwirt eine eigene Metzgerei und den Bauernladen in Ansbach. Dadurch ist er nahe an Kunden und Verbrauchern.

Die „Grüne Couch“ ist ein Format des AELF Ansbach in Kooperation mit verschiedenen Partnern wie dem Verband für landwirtschaftliche Fachbildung (VLF), dem Bund Naturschutz, dem Bauernverband, dem Maschinenring und dem Kulturnetzwerk „Respect“, das mit den Kammerspielen ein Forum für Diskussionen bietet.

Für einen flächendeckenden Umbau der Tierhaltung in Deutschland werden nach Auffassung der Bundeszentrale Verbraucherverband als Vertretung der Verbraucherinteressen höhere gesetzliche Standards benötigt, außerdem eine staatliche Förderpolitik, die an Tierwohl und Tiergesundheit gekoppelt ist und ein staatliches Kennzeichensystem, das die Haltungsbedingungen der Tiere transparent und nachvollziehbar macht. Nur Betriebe, einschließlich Schlachthöfe, die nachweisen können, dass sie tatsächlich für mehr Tierwohl und Tiergesundheit sorgen, sollten Subventionen erhalten, fordert der verbraucherpolitische Verband.

Wie kann eine bessere Tierhaltung finanziert werden? Wie wichtig sind die Verbraucher? Darüber wird am Dienstag in den Kammerspielen diskutiert.  (Foto: Silvia Schäfer)
Wie kann eine bessere Tierhaltung finanziert werden? Wie wichtig sind die Verbraucher? Darüber wird am Dienstag in den Kammerspielen diskutiert. (Foto: Silvia Schäfer)
Wie kann eine bessere Tierhaltung finanziert werden? Wie wichtig sind die Verbraucher? Darüber wird am Dienstag in den Kammerspielen diskutiert. (Foto: Silvia Schäfer)
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