Gute Nachricht für Skater in Ansbach: Anlage Ende Mai fertig | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 25.04.2024 18:40

Gute Nachricht für Skater in Ansbach: Anlage Ende Mai fertig

Das lange Warten der Ansbacher Skater hat in absehbarer Zeit ein Ende: Die Betonarbeiten für den neuen Ansbacher Skatepark werden am Freitag abgeschlossen. Ab Mai wird der Umgriff der Anlage noch aufgehübscht, sodass einer Fertigstellung Ende Mai eigentlich nichts mehr im Weg steht.

Etwa vier Wochen waren die Spezialisten von Holzwerk Oranienbaum mit dem Betonieren auf der Anlage beschäftigt, die zwischen den Sportflächen der Johann-Steingruber-Realschule und des Theresien-Gymnasiums entsteht. Abschnitt für Abschnitt wurden die Bodenplatte und die einzelnen Elemente wie etwa Quarterpipes (Rampen) und Wallride (eine frei stehende Wand) gegossen. Im weiteren Verlauf wurden die Betonflächen in Handarbeit abgezogen, bis eine sehr glatte und ebenerdige Oberfläche entsteht.

Eine Handvoll Spezialisten am Werk

Die aktuellen Temperaturen kommen den Arbeitern zugute, weil der Beton nicht so schnell austrocknet und Spannungsrisse vermieden werden können, wie Marco Buhlmann von Holzwerk Oranienbaum erklärt. Das Berliner Unternehmen hat sich auf den Bau solcher Anlagen spezialisiert. Nur eine Handvoll Firmen in Deutschland gibt es laut Buhlmann, die Experten für Skateanlagen sind.

In vielerlei Hinsicht ist die Baustelle eine besondere, wie Johannes Birkhan von der Stadt sagt. Einerseits, weil man eine solche Anlage nicht jeden Tag baut. Andererseits, weil es „für eine Baustelle dieser Größe super viel Handarbeit ist“, sagt Buhlmann. Nicht nur die Betonarbeiten werden weitestgehend per Hand ausgeführt. Auch die Metallteile wurden vor Ort geschweißt und die Stahlmatten händisch gebogen.

Das könnte Sie auch interessieren
Spannungsfeld Tourismus in Dinkelsbühl: Wie viele Gäste verträgt die Altstadt?Mitteilung statt Beschluss: Keine Abstimmung über Bauantrag für Roßmühlen-ProjektBekommt Burgbernheim eine Fußgängerzone?Im Neubaugebiet Gaisfeld in Dinkelsbühl entstehen 63 Wohnungen in HolzbauweiseDinkelsbühler Grüne ziehen Bilanz: Frust bei Kommunalwahl, Chance auf KooperationUnfall auf der A6 bei Schnelldorf: Auto fängt Feuer – 20.000 Euro SchadenNeue Nutzung für den Schlosskomplex in Unterschwaningen?Letzte Amtshandlungen und Verabschiedungen im Stadtrat SchillingsfürstVorgeschmack auf Bad Windsheimer Gartenschau: Rund 1000 Menschen bei Auftakt-EventFamilienbeirat Rothenburg vergrößert sich: Neue Mitglieder bringen frischen WindUmschwung bei den Grünen in Rothenburg: Die Partei möchte alles neu machenWas die Zahl 282 mit der letzten Sitzung des Stadtrates Rothenburg zu tun hatSauna und Schwimmbecken: Erweiterungspläne für Fitnessstudio in DinkelsbühlUmstrittene Pflasterarbeiten: Neustadts Einkaufsmeile ist jetzt GroßbaustelleDie Kirche St. Mauritius in Jochsberg erhält ihre restaurierte Bekrönung wieder

Auch deshalb sind fast zehn Mann im Einsatz. Sie alle sind nicht nur handwerklich vom Fach, sondern auch vom Thema. Alle skaten in ihrer Freizeit, wissen also, worauf es ankommt. „Man muss für den Bau einer solchen Anlage den Sport auch verstehen.“ Damit nach Feierabend Fremde keinen Blödsinn auf der Anlage treiben und Schäden anrichten, haben die Arbeiter in Containern auf der Baustelle geschlafen.

Die Fahrtwege kreuzen sich

An der ursprünglichen Ausrichtung des Platzes hat sich derweil nichts geändert. Für die Skater entsteht ein Streetflow-Park mit einem Multi-Line-Konzept. Streetflow bedeutet zunächst, dass auf der Anlage Elemente vorhanden sind, die man in einer Innenstadt finden kann – zum Beispiel Bordsteine und Geländer, die beide für Tricks genutzt werden können. Unter dem Begriff Multi-Line-Konzept versteht man, dass es verschiedene sich kreuzende Fahrtwege gibt, die miteinander verbunden werden können.

Das eigene Können spielt bei dem Park laut Buhlmann nicht die ganz große Rolle. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene werden hier ihren Spaß haben und neue Herausforderungen finden. „Es kommt drauf an, wie schwer sie es sich selbst machen“, erklärt Buhlmann.

Vor Ort fehlen die Versorgungsleitungen

Eine Flutlichtanlage bekommt der neue Platz nicht. Eine entsprechende Anfrage ist bei der Stadt während der Bauphase aufgeschlagen, wie die Stadträte in einer Ausschusssitzung erfahren haben. Laut Buhlmann ist es nicht ungewöhnlich, dass Skateplätze mit einem Flutlicht ausgestattet werden. „Das wird auch genutzt.“

Im Fall von Ansbach ist das aber problematisch, auch unabhängig von der derzeit angespannten Finanzlage der Stadt. Warum? Zwar könnte ein Licht in der Zukunft nachgerüstet werden. Das wäre aber mit einem großen Aufwand verbunden, weil die dafür nötigen Versorgungsleitungen fehlen und erst einmal bis zu dem Areal verlegt werden müssten.

Der neue Skatepark soll auch ein Treffpunkt für junge Menschen sein, weshalb gleichzeitig ein Grillplatz realisiert wird. Das alles lässt sich die Stadt Ansbach 527.000 Euro kosten, wobei etwa 50.000 Euro für den Grillplatz fällig sind. Gefördert wird das Bauprojekt mit Mitteln aus der Städtebauförderung.

Mittlerweile wird klar, wie der neue Skatepark in Ansbach einmal aussehen wird. Das Projekt liegt gemäß den Angaben der Stadt im Kosten- und Zeitrahmen. (Foto: Florian Schwab)
Mittlerweile wird klar, wie der neue Skatepark in Ansbach einmal aussehen wird. Das Projekt liegt gemäß den Angaben der Stadt im Kosten- und Zeitrahmen. (Foto: Florian Schwab)
Mittlerweile wird klar, wie der neue Skatepark in Ansbach einmal aussehen wird. Das Projekt liegt gemäß den Angaben der Stadt im Kosten- und Zeitrahmen. (Foto: Florian Schwab)

Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
north