Hanna Bühlmeyer aus Frankenhofen hat bei der Europameisterschaft in Armenien im dritten Anlauf die erste Medaille gewonnen.
Im nichtolympischen Trio-Wettbewerb mit dem Luftgewehr, der auch vom Weltverband nicht angeboten wird, belegte das deutsche Frauen-Trio Platz zwei.
Der Weg ins Finale war für Bühlmeyer, Anna Janßen (Freising) und Hannah Steffen-Dix (Ohlweiler) in Eriwan weit. Bereits in der Qualifikation waren pro Teammitglied 20 Schüsse abzugeben und das Trio des Deutschen Schützenbundes qualifizierte sich als Fünfter für das Viertelfinale. Dort reichte Platz vier für den Einzug ins Halbfinale, in dem sich die deutschen Frauen gemeinsam mit den Norwegerinnen für das Duell um Gold qualifizierten.
Das Finale wurde wie üblich in dieser Disziplin nach einer Punktewertung geschossen und verlief unerwartet einseitig. Nachdem sie die formstarken Norwegerinnen im Halbfinale noch auf Rang zwei verwiesen hatten, fanden Bühlmeyer, Janßen und Steffen-Dix überhaupt nicht ins Match und gerieten schnell mit 0:8 in Rückstand.
Zum einen, weil bei den DSB-Schützinnen immer eine hohe Zehnerwertung fehlte, und zum anderen, weil die Norwegerinnen extrem konstant und qualitativ hochwertig trafen. Eine gute 31,8 des deutschen Trios konterten sie beispielsweise mit 32,1 Ringen, eine 31,9 mit einer 32,0.
Auch die Auszeit von Bundestrainer Wolfram Waibel beim 0:8 brachte keine Besserung. Und so passierte das, was seltenst in einem Goldfinale auf diesem Niveau passiert: Mit 0:16 ging das Match aus deutscher Sicht verloren. Der letzte Durchgang war symptomatisch: Bühlmeyer, Janßen und Steffen-Dix schossen erneut starke 31,6 Ringe, die Norwegerinnen 31,8.
Im ersten Wettkampf bei der EM hatte Bühlmeyer im Mixed an der Seite von Maximilian Dallinger (Freising) Platz 23 belegt. Im Einzelwettbewerb reichten ihr gute 630,9 Ringe nur zu Rang 17.