Hanna Bühlmeyer aus Frankenhofen im Einzel bei der EM beste Deutsche | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 11.03.2025 09:00

Hanna Bühlmeyer aus Frankenhofen im Einzel bei der EM beste Deutsche

Nachdenklich: Hanna Bühlmeyer blieb im Einzel unter den Leistungen in der Qualifikation. (Foto: Jürgen Heise)
Nachdenklich: Hanna Bühlmeyer blieb im Einzel unter den Leistungen in der Qualifikation. (Foto: Jürgen Heise)
Nachdenklich: Hanna Bühlmeyer blieb im Einzel unter den Leistungen in der Qualifikation. (Foto: Jürgen Heise)

630 Ringe gelten im olympischen Luftgewehrwettbewerb als Grenze. Wer sie überschreitet, hat ein sehr gutes Resultat erzielt und oft auch Chancen auf Medaillen. Hanna Bühlmeyer durchbrach diese Schallmauer nicht und war trotzdem die beste deutsche Starterin bei der Europameisterschaft in Kroatien.

Die Nationalkaderschützin aus Frankenhofen erzielte 628,4 Ringe und landete damit auf Platz 17 unter gut 80 Starterinnen im Frauenfeld.

Im Großen und Ganzen zufrieden

„Im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Wettkampf zufrieden. Ich habe mich gut rausgekämpft. Im Vergleich zum Mixed konnte ich mit der Situation schon viel besser umgehen, und ich nehme das mit für zukünftige Wettkämpfe. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, auch wenn ich mir natürlich etwas mehr erhofft hatte“, so Bühlmeyer.

Diesmal kein Ausreißer nach unten

Anders als Mixed, in dem sie gemeinsam mit Maximilian Dallinger (Freising) auf Rang zehn gelandet war, schoss Bühlmeyer im Einzel einen gleichmäßigen Wettkampf ohne Ausreißer nach unten.

103,9 und 104,7 Ringe in den ersten beiden Serien (zehn Schuss) folgte ein schwächerer Durchgang mit 102,8 Ringen.

Starke zweite Hälfte

In der zweiten Wettkampfhälfte gingen die Resultate nach oben (105,3, 105,8, 105,9) und erreichten den Bereich, der auf internationaler Ebene als konkurrenzfähig erachtet wird.

Die nationale Qualifikation für Osijek hatte Bühlmeyer mit 630,9 Ringen im Schnitt für sich entschieden.

630,8 Ringe für Finale nötig

In Osijek waren 630,8 Ringe nötig, um ins Finale einzuziehen. Platz eins in der Qualifikation belegte die Norwegerin Jeanette Duestad mit 636,0 Ringen.

Noch viel weiter entfernt vom Medaillenmatch waren die beiden anderen deutschen Frauen. Anita Mangold (Laichingen, 56.) kam auf 624,3 Ringe. Denise Palberg (Holzwickede, 71.) erreichte für sie weit unterdurchschnittliche 619,9 Ringe.

Temgold geht an Norwegen

In der Mannschaftswertung, hier gibt es kein Finale, die Einzelergebnisse werden addiert, belegte das deutsche Frauentrio Rang 13 unter 14 Mannschaften. Gold ging an Norwegen vor Ungarn und Rumänien.

Im Trio auf Platz elf

Mit dem Luftgewehr-Trio-Wettbewerb endete in Osijek ein weiterer Wettbewerb ohne Medaillen für das deutsche Frauenteam.

In der Qualifikation landete das Trio mit 620,9 Ringen auf Rang elf von 13 Teams und schied damit frühzeitig aus. Bühlmeyer kam auf 206,6 Ringe (102,6, 104,0). Palberg erzielte 207,3 und Mangold 206,6 Ringe. 624,2 Ringen waren nötig, um ins Viertelfinale vorzustoßen.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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