Der neue Solo-Wettbewerb bildete nicht wie erhofft den versöhnlichen Abschluss der Europameisterschaft in Kroatien für das deutsche Team. Mit dem Luftgewehr schied Hanna Bühlmeyer aus Frankenhofen in der Qualifikation aus.
Treffer oder Nicht-Treffer heißt in diesem Format die Devise. Wobei als Treffer eine 10,3 oder höher gilt.
Bühlmeyer kam bei 30 Schuss auf 23 Treffer und schied als 35. aus. Denise Palberg (Holzwickede, 21 Treffer) ging es als 47. ähnlich. Für Anita Mangold (Laichingen) war in der zweiten Qualifikationsphase als 19. Schluss.
Es gibt nichts zu beschönigen.
„Es gibt nichts zu beschönigen. Dass wir bei dieser EM gar kein Finale oder ein Medaillenmatch erreicht haben, ist enttäuschend und viel zu wenig für eine Schießsportnation wie Deutschland“, so Bundestrainer Wolfram Waibel, „uns als gesamtem Team muss es gelingen, den Druck in Wettkampfsituationen in gute Leistungen und Ergebnisse umzuwandeln. Daran werden wir hart arbeiten.“
Ihr Debüt bei einer großen internationalen Meisterschaft hatte sich Bühlmeyer anders vorgestellt. „Die Ergebnisse sind bei weitem nicht das, was wir uns erhofft hatten. Alle haben sich etwas unter Wert verkauft“, so die 28-Jährige.
Die Bedingungen in der Halle in Osijek beschreibt sie als schwierig: „Extrem schlechte und schwüle Luft, Hitze“. Mit dem Resultat im wichtigen, weil olympischen Einzelwettbewerb, in dem sie mit 628,4 Ringen Platz 17 belegt hatte, war sie „im Großen und Ganzen zufrieden“. Aus einem Tief in der ersten Hälfte des Wettkampfes kämpfte sie sich in den zweiten 30 Schuss raus. Mit Aufregung und Zeitdruck im Mixed konnte sie nicht so gut umgehen.
„Ich habe auf jeden Fall einiges für die zukünftigen Wettkämpfe mitnehmen können und denke, ich weiß jetzt ein bisschen besser, wie der Hase im großen Haifischbecken läuft“, berichtet Bühlmeyer, die in der Bundesliga für den Bund München antritt.
Die gewonnene Erfahrung kann sie vielleicht schon beim Weltcup im April in Buenos Aires gut gebrauchen.