Haushaltsentwurf in Windsbach: Hoher Bedarf an Zuschüssen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 17.04.2026 20:16

Haushaltsentwurf in Windsbach: Hoher Bedarf an Zuschüssen

Der Breitbandausbau in Windsbach ist nicht nur mit 3,1 Millionen Euro im Haushalt 2026 spürbar, sondern auch deutlich auf den Straßen. (Foto: Luca Paul)
Der Breitbandausbau in Windsbach ist nicht nur mit 3,1 Millionen Euro im Haushalt 2026 spürbar, sondern auch deutlich auf den Straßen. (Foto: Luca Paul)
Der Breitbandausbau in Windsbach ist nicht nur mit 3,1 Millionen Euro im Haushalt 2026 spürbar, sondern auch deutlich auf den Straßen. (Foto: Luca Paul)

Die Finanzlage in Windsbach ist heuer nicht ganz zufriedenstellend. Im Haushaltsplan für 2026 fallen gewisse Einnahmequellen deutlich niedriger aus, wie ein vorläufiger Entwurf zeigt. Diesmal muss außerdem Geld in den Verwaltungshaushalt zugeführt werden. Das Gesamtvolumen des Haushalts wird mit 29,5 Millionen Euro angegeben.

Der Verwaltungshaushalt umfasst ein Volumen von insgesamt 17,9 Millionen Euro, wie die Stadt Windsbach mitteilte. Ein großer Einbruch auf der Einnahmenseite zeichnet sich bei der Gewerbesteuer ab. Anstatt vier Millionen Euro, wie im Vorjahr, kann die Stadt für 2026 nur mit 2,2 Millionen Euro rechnen. Laut Bürgermeister Matthias Seitz lässt sich das darauf zurückführen, dass mehr Rückzahlungen aus dem Vorjahr getätigt würden und weniger Vorauszahlungen. „Die verminderten Gewerbesteuereinnahmen treiben uns um”, sagte er in der Sitzung des Stadtrates.

Neubau der Klärbecken

Wie dem Haushaltsentwurf zu entnehmen ist, steigt die Einkommenssteuer leicht, von 4 Millionen Euro auf rund 4,2 Millionen Euro. Die Schlüsselzuweisungen fallen mit 833.300 Euro im Vergleich rund 240.000 Euro niedriger aus. Eine Besonderheit: „Wir werden vom Vermögenshaushalt in den Verwaltungshaushalt zuführen müssen”, sagte der Rathauschef in der Sitzung. Die Zuführung beträgt 751.500 Euro. Zur Erinnerung: Im Jahr 2025 konnten ganze 2 Millionen Euro in den Vermögenshaushalt gepackt werden. Auch die Kreisumlage nagt am Haushalt der Stadt Windsbach. Sie steigt um rund 500.000 Euro auf 4,4 Millionen Euro.

Ärgerlich für die Verwaltung ist ebenfalls, dass bereits bewilligte Zuschüsse für die beiden Klärbecken heuer nicht ausgezahlt würden. Der Neubau wirkt sich mit einer Million Euro auf den Vermögenshaushalt (Gesamtvolumen 11,6 Millionen Euro) aus. Mit 3,1 Millionen Euro ist der Breitbandausbau der größte Posten auf der Ausgabenseite. Jedoch erhielt die Stadt für dieses Vorhaben einen Zuschuss von 90 Prozent. Zu Buche schlagen sich auch die vielen Investitionen rund um Windsbach, wie zum Beispiel die Sanierung der Stadthalle, der Straßenbau in mehreren Ortsteilen und die Schulhauserweiterung für die offene Ganztagsbetreuung.

Dem gegenüber stehen zum Beispiel Einnahmen durch den Verkauf von Grundstücken in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro und Restbeträge von Zuschüssen – etwa für die Kindertagesstätte in der Badstraße. „Wir haben nach wie vor einen hohen Zuschussbedarf”, stellte der Bürgermeister klar.

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Vorsichtshalber nimmt die Stadt einen Kredit in Höhe von 1,5 Millionen Euro auf, teilte Seitz mit. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre. Über den aktuellen Schulden- und Kreditstand gibt die Stadt Windsbach laut Geschäftsleiterin Tanja Mayer erst in den kommenden Haushaltsberatungen Auskunft.

Nachdem der Haushaltsentwurf vorgestellt wurde, musste an einem Posten noch nachjustiert werden. Die Windsbacher Stadtwerke sanieren die Wasserleitung in der Lerchenstraße. Ursprünglich war mit 280.000 Euro kalkuliert worden, nun erhöhen sich die Kosten laut Seitz auf etwa 400.000 Euro.

Laut Werksleiter Anton Möbius hat das mehrere Ursachen: Zum einen haben sich die Stadtwerke dazu entschlossen, in dem Abschnitt auch im Strombereich zu sanieren. Zudem wirkt sich die aktuelle Weltlage auf das Projekt aus – wie erhöhte Sprit- und Materialpreise. Deshalb wird auch ein Darlehen in Höhe von 200.000 Euro aufgenommen, anstatt wie geplant 100.000 Euro, so Möbius.


Luca Paul
Luca Paul
Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach
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