Heiter und nachdenklich: Lesung von Ulrich Rach in Leutershausen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 20.04.2026 09:03

Heiter und nachdenklich: Lesung von Ulrich Rach in Leutershausen

Las in Leutershausen: Ulrich Rach. (Foto: Hans Betscher)
Las in Leutershausen: Ulrich Rach. (Foto: Hans Betscher)
Las in Leutershausen: Ulrich Rach. (Foto: Hans Betscher)

Der Ansbacher Ulrich Rach ist als Journalist und Schriftsteller bekannt. Doch er ist auch Lyriker, Liedermacher und Herausgeber. Beim Frühlingscafe im „Gustav Weißkopf Museum – Pioniere der Lüfte“ unterhielt der Vielseitige auf Einladung des Heimatvereins Leutershausen mit Liedern, Erzählungen, Glossen und Gedichten.

Rach beginnt heiter, ja lustig. In der Geschichte „Der Meier maant“ versucht ein Meinungsforscher, einen Franken zu einem geplanten Factory-Outlet-Center bei Herrieden zu befragen – und scheitert. In „Die Ritter von der Hustenburg“, gemeint ist die Lungenfachklinik in Strüth, vertreiben zwei Beamte drei sehr laute und extravagante Damen aus dem gemeinsamen Abteil im Zug nach Nürnberg. Hier zeigt sich, dass Rach nicht nur schreiben, sondern auch wunderbar husten kann.

Den Abschluss machte das Abendlied

Mit der Zeit schleichen sich, beinahe unmerklich, nachdenklichere Töne in den Vortrag ein. Dafür lässt der Träger des „Frankenwürfels“ einige „Mitstreiter und Mitstreiterinnen“ aus seinen Büchern zu Wort kommen. Walter Hofbeck aus Ansbach, Katrin Arnast aus Nürnberg, Lydia Wagener aus Buckenhof, Hansjörg Dodenhöft aus Windsbach, Günter Kohlmann aus Neuendettelsau und Helmut Haberkamm aus Spardorf schildern bevorzugt Allerlei aus dem weiten Feld der Liebe.

Still im Publikum wird es beim Lied vo die Jährla. Rach kündigt es an „als Synonym für all das Geschehene und Erlebte, für das Auf und Ab im Leben“. Für all das ihm „mal der fränkische Begriff ,die Jährla’ in den Sinn gekommen, die vielen bunten Jährla, die scho vorbei sind und die poor, die – hoffentlich – noch kumma“.

Im Schlussteil springt das Programm über den großen Teich in die USA, „wo wir auf einen Mann treffen, der abstruserweise auch immer wieder die Liebe für sich in Anspruch nimmt“. Der Titel des Gedichts: „Donald T. und die Liebe“. Mit einem „Abendlied“ enden 90 fröhlich-heiter-nachdenkliche Minuten.

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Von Sebastian Haberl
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