In Bayern sind 2025 im Vergleich zum Vorjahr mehr HIV-Erstdiagnosen bei heterosexuellen Männern gemeldet worden. Darauf verwies das bayerische Gesundheitsministerium vor dem Welttag der sexuellen Gesundheit am Freitag. Demnach sei die Zahl in der entsprechenden Gruppe um rund 16 Prozent auf 72 Fälle angestiegen.
Die gemeldeten HIV-Erstdiagnosen insgesamt blieben dem Gesundheitsministerium zufolge 2025 im Vergleich zu 2024 aber „nahezu unverändert“. Zudem hieß es, Männer seien weiterhin am häufigsten betroffen. Das zuständige Ministerium betonte, dass eine HIV-Infektion und AIDS zwar mittlerweile behandelbar, aber noch immer nicht heilbar seien.
Bayerns Gesundheitsministerin warnt vor den Risiken
Anlässlich des Welttags rief Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) zu einem konsequenten Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI) auf. Mit besonderem Augenmerk auf die Syphilis-Erstdiagnosen, die in Bayern weiter hoch seien, erklärte Gerlach: „Unbehandelt kann Syphilis schwere Organschäden verursachen und das Gehirn angreifen“. Es sei deshalb wichtig, intensiv über die Risiken aufzuklären, sagte die Ministerin.
Dies gelte auch für HPV-Infektionen, die „Hauptursache für bestimmte Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs“ seien. Gerlach wirbt daher nachdrücklich für die HPV-Impfung.
© dpa-infocom, dpa:260903-930-624927/1