Hohe Waldbrandgefahr: Regierung von Mittelfranken ordnet Luftbeobachtung an | FLZ.de | Stage

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Hohe Waldbrandgefahr: Regierung von Mittelfranken ordnet Luftbeobachtung an

Aus der Luft beobachten Pilotinnen und Piloten die Region, um Waldbrände frühzeitig erkennen zu können. (Symbolbild: Jim Albright)
Aus der Luft beobachten Pilotinnen und Piloten die Region, um Waldbrände frühzeitig erkennen zu können. (Symbolbild: Jim Albright)
Aus der Luft beobachten Pilotinnen und Piloten die Region, um Waldbrände frühzeitig erkennen zu können. (Symbolbild: Jim Albright)

Die Regierung von Mittelfranken ordnet in Abstimmung mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten für Freitag, 1. Mai, bis Sonntag, 3. Mai, Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den Regierungsbezirk Mittelfranken an. Die Waldbrandgefahr hat in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen.

Hauptursache hierfür ist laut einer Mitteilung der Regierung die fortschreitende Abtrocknung der obersten Bodenschichten in den Wäldern. Fehlende Niederschläge, anhaltend hohe Temperaturen und auffrischender Wind entziehen dem Boden derzeit schnell Feuchtigkeit. Zusätzlich verschärft die noch nicht vollständig ausgetriebene Vegetation die Lage in den Wäldern: Der schützende Effekt von Blättern und Pflanzen, die normalerweise Schatten spenden und die Feuchtigkeit im Boden halten, ist vielerorts noch nicht vollständig ausgeprägt.

Die Ansbacher Wehr rückte mit einem Großangebot an und hatte die Flammen in dem Waldgebiet rasch unter Kontrolle.  (Foto: Freiwillige Feuerwehr Ansbach)
Die Ansbacher Wehr rückte mit einem Großangebot an und hatte die Flammen in dem Waldgebiet rasch unter Kontrolle.  (Foto: Freiwillige Feuerwehr Ansbach)

Großeinsatz für Feuerwehr: Waldbrand auf dem Bocksberg bei Ansbach

Die Flammen zerstörten das Unterholz auf 5000 Quadratmetern. Das Gebiet zwischen der Bocksbergsiedlung, Wasserzell und dem Scheerweiher ist gesperrt.

Schon kleine Zündquellen können verheerend wirken

In der Gesamtschau ergibt sich daraus aktuell eine hohe Waldbrandgefahr in der Region. Bereits kleinste Zündquellen können ausreichen, um Brände zu verursachen. Entsprechend ist besondere Vorsicht geboten – sowohl im Wald selbst als auch in dessen unmittelbarer Umgebung.

Die Flüge finden in den Nachmittagsstunden statt, wenn die Waldbrandgefahr durch die steigenden Temperaturen und Freizeitaktivitäten der Bevölkerung am größten ist. Wegen des schönen Wetters und des durch den Maifeiertag verlängerten Wochenendes wird auch eine erhöhte Zahl von Ausflüglern in Wald und Flur unterwegs sein.

Flüge von Ansbach und Rothenburg aus

Folgende Stützpunkte der Luftrettungsstaffel übernehmen die Einsätze: Ansbach-Petersdorf (Freitag), Weißenburg (Samstag) und Rothenburg (Sonntag). Beflogen wird dabei eine festgelegte Route, die von Erlangen-Dechsendorf über Schnaittach, Hersbruck und Allersberg bis nach Pleinfeld führt. Von dort wird über Abenberg, Nürnberg-Moorenbrunn, Nürnberg-Buchenbühl und Erlangen-Tennenlohe, mit einer Schleife über Emskirchen, Wilhermsdorf, Heilsbronn und Windsbach wieder zum Ausgangspunkt zurückgeflogen.

Die Regierung appelliert an die Waldbesuchenden sich entsprechend zu verhalten. Von 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald ein generelles Rauchverbot.

Zahlreiche kleinere Bäume sowie viel Unterholz wurden am späten Dienstagnachmittag in einem Waldstück bei Burgbernheim von Flammen vernichtet.  (Foto: Rainer Weiskirchen)
Zahlreiche kleinere Bäume sowie viel Unterholz wurden am späten Dienstagnachmittag in einem Waldstück bei Burgbernheim von Flammen vernichtet.  (Foto: Rainer Weiskirchen)

Schon wieder ein Waldbrand: Großaufgebot löscht Flammen bei Burgbernheim

Über 60 Einsatzkräfte bekämpfen lodernde Flammen in einem 5000 Quadratmeter großen Waldstück. Erst am Vortag hatte es auf dem Bocksberg bei Ansbach gebrannt.

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
Redakteur für Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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