Wintersportfans bekommen bei dem Namen glasige Augen: Severin Freund ist einer der bekanntesten deutschen Skispringer – und er hat in Ansbach an der Hochschule studiert. Nun kam er zurück, um bei einem Alumni-Tag aus dem Nähkästchen zu plaudern.
Es war der erste „Homecoming Day“ für ehemalige Studierende, aktuelle Studierende und für Mitarbeitende an der Hochschule. Er war angedockt an den Tag der offenen Tür.
Hochschulpräsident Professor Dr.-Ing. Sascha Müller-Feuerstein und die Alumni-Beauftragte Luisa Späth hoffen, dass sich daraus eine neue Tradition etabliert, um so eine dauerhafte Verbindung zwischen der Hochschule und ihren Ehemaligen zu schaffen. Müller-Feuerstein ging in seiner Rede auf das bevorstehende 30-jährige Jubiläum der Hochschule im kommenden Jahr sowie auf den erfreulichen 8. Platz im Studierendenranking von Study-Check ein.
Im „Ambrosius Auditorium“, dem großen Hörsaal im neuen Teil der Hochschul-Räumlichkeiten im Brücken-Center, sprach Skispringer Severin Freund über seine Zeit in Ansbach und die danach. Der ehemalige Spitzensportler hat an der Hochschule Internationales Management studiert. Unter dem Titel „Die Kraft des Teams“ sprach er über seine Erfahrungen im Leistungssport, insbesondere über die Bedeutung von Teamarbeit, flache Hierarchien und individuelle Förderung innerhalb des Skisprungteams.
Anhand des Wettkampfs bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 schilderte er eindrucksvoll seine Erlebnisse vor, während und nach dem Wettbewerb. Die intensive Zusammenarbeit sei es gewesen, die letztlich zum Gewinn der Goldmedaille im Team-Wettbewerb von der Großschanze führte, erinnerte er sich.
Er fasste den Erfolg so zusammen: „Das Team kommt zuerst, man hilft sich gegenseitig, man stützt sich gegenseitig, jeder darf Ideen einbringen, es gibt flache Hierarchien – und so schaffst du dann ein Umfeld, in dem jeder über sich hinauswachsen kann. Dafür brauchst du eine gemeinsame Idee, die das Team trägt – und für uns war es: an die Weltspitze.“ In der anschließenden Fragerunde vertiefte Freund diese Aspekte weiter und beantwortete Fragen aus dem Publikum.