In Dinkelsbühl schnupperte die Jugend in die Berufswelt | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 26.09.2024 19:40

In Dinkelsbühl schnupperte die Jugend in die Berufswelt

Beim Rundgang (von links): Wassertrüdingens Bürgermeister Stefan Ultsch, Dinkelsbühls OB Dr. Christoph Hammer sowie die Vertreter der Schulen, Andreas Wedler und Karl-Heinz Burger. (Foto: Evi Lemberger)
Beim Rundgang (von links): Wassertrüdingens Bürgermeister Stefan Ultsch, Dinkelsbühls OB Dr. Christoph Hammer sowie die Vertreter der Schulen, Andreas Wedler und Karl-Heinz Burger. (Foto: Evi Lemberger)
Beim Rundgang (von links): Wassertrüdingens Bürgermeister Stefan Ultsch, Dinkelsbühls OB Dr. Christoph Hammer sowie die Vertreter der Schulen, Andreas Wedler und Karl-Heinz Burger. (Foto: Evi Lemberger)

Junge Menschen haben in der Region gute Möglichkeiten für eine berufliche Zukunft. Dies war die Botschaft der Ausbildungsbörse Contact in Dinkelsbühl. Rund 1200 Schülerinnen und Schüler hatten sich angemeldet, um sich an den Ständen der 51 Aussteller zu informieren. Diese wiederum zeigten wegen des Fachkräftemangels großes Interesse, sich zu präsentieren.

Die Firmen und Organisationen stammten laut Organisator Andreas Fuhr überwiegend aus dem südlichen Landkreis Ansbach, aber auch Crailsheim und Wört in Baden-Württemberg sowie beispielsweise aus Nördlingen. Die jungen Nutzer des Angebotes kamen aus 14 Mittel-, Real- und Wirtschaftsschulen, darunter welche aus Oettingen, Nördlingen und Gunzenhausen.

Besucher waren zum Mitmachen eingeladen

Viele der Aussteller hatten in der Dinkelsbühler Dreifachturnhalle für die Jugendlichen Mitmachstationen vorbereitet, um für die potenziellen Azubis das jeweilige Tätigkeitsfeld greifbar zu machen. So zeigte am Stand des Dinkelsbühler Bäckereiausrüstungsherstellers Werner & Pfleiderer eine Auszubildende, wie beim Produktdesign aus einer CAD-Planung eine Aufbewahrungsbox für Stifte wird. Am Stand des Fremdinger Bauunternehmens Thannhauser stand ein Simulator bereit, an dem sich Interessierte in der Bedienung eines Baggers probieren konnten.

Vertreten waren aber auch Organisationen aus dem sozialen Bereich wie etwa die AWO. Aus der Techniksparte war der Industriekonzern TE Connectivity vor Ort. An dessen Stand betonte Ausbildungsleiter Tobias Humpf gegenüber der FLZ die Bedeutung der Messe. Diese sei „das Mittel der Wahl“, um mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen, sagte er.

Im jährlichen Wechsel mit Wassertrüdingen

Die Ausbildungsbörse, die vom Netzwerk Fachkräfte sowie der Trust Business Lounge veranstaltet wurde, findet im jährlichen Wechsel in Dinkelsbühl oder Wassertrüdingen statt. Sie sei eine Möglichkeit, die Jugend noch in der Schule für die Berufswahl zu sensibilisieren und künftige Fachkräfte in der Region zu halten, betonte Dinkelsbühls OB Dr. Christoph Hammer. Die hiesige Unternehmenslandschaft bewertete er als „breit aufgestellt“ und drückte seine Hoffnung aus, dass sich dies in wirtschaftlich angespannten Zeiten als ein Vorteil erweise.

Der Wassertrüdinger Bürgermeister Stefan Ultsch hob hervor, dass der ländliche Raum für junge Menschen als Ort zum Leben immer interessanter werde. Daher sei es sinnvoll, die Jugend frühzeitig an die Region zu binden – vor allem auch mit Blick auf die Firmen, die händeringend Fachkräfte suchten.

Anreize durch zusätzliche Leistungen

Laut Organisator Andreas Fuhr bieten Firmen – auch kleine Unternehmen – aus diesem Grund mittlerweile mehr Ausbildungsplätze an, als noch vor einigen Jahren. Außerdem werde immer mehr Wert darauf gelegt, die künftigen Mitarbeiter durch „Benefits“ in Form zusätzlicher Leistungen oder Vergünstigungen zu binden.

Der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft unterstützte den Messebesuch, indem er für die Schülerinnen und Schüler Begleitmaterial zur Vor- und Nachbereitung zur Verfügung stellte. Karl-Heinz Burger, Vertreter des Arbeitskreises und stellvertretender Leiter der Dinkelsbühler Mittelschule, wies darüber hinaus auf die Bedeutung von Praktika hin, die bei der Messe gleich vereinbart werden könnten.

Für Andreas Wedler, den stellvertretenden Leiter der Wirtschaftsschule in Dinkelsbühl, stand fest: Die Region bietet ein gutes Potenzial an Nachwuchskräften. Insoweit gelte das Motto „Aus der Region für die Region“. Es sei wichtig, die künftigen Fachkräfte vor Ort zu halten. Für Wirtschaftsschüler neu sei ab der achten Jahrgangsstufe ein verpflichtendes Betriebspraktikum über 20 Tage.

north