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Veröffentlicht am 15.08.2025 11:00

In Neustadt sorgen Schutzpolizisten aus Holz für mehr Sicherheit

Die Berufsschul-Klasse übergab ihre selbst erstellten Holz-Polizisten an die Stadt. (Foto: Linda Maatz)
Die Berufsschul-Klasse übergab ihre selbst erstellten Holz-Polizisten an die Stadt. (Foto: Linda Maatz)
Die Berufsschul-Klasse übergab ihre selbst erstellten Holz-Polizisten an die Stadt. (Foto: Linda Maatz)

Holz-Polizisten sollen zukünftig die Sicherheit auf Neustadts Straßen erhöhen und die Verkehrsteilnehmer auf Gefahrenstellen aufmerksam machen. Geschaffen wurden die Helfer von der Schreiner-Klasse der Neustädter Berufsschule.

Die Idee dazu lieferte das Neustädter Ordnungsamt. Demnächst werden die Holz-Polizisten laut Bürgermeister Klaus Meier an Brennpunkten in Neustadt platziert. Als solche gelten zurzeit vor allem Straßen, auf denen Tempo 30 gilt oder kürzlich die Vorfahrt geändert wurde. „Die Menschen sollen sensibler werden“, sagte Meier bei einem Treffen im Rathaus, an dem auch die Schreiner-Klasse teilnahm. Ein Holz-Polizist ist bereits seit einiger Zeit in der Ludwigstraße im Einsatz. „Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, so Meier. Die Leute registrieren die Figur und seien dementsprechend aufmerksamer.

Kreative Berufsschüler

Alle hätten begeistert mitgemacht und freuten sich, ihre Kreativität ausleben zu können, erklärte Ludwig Memhardt, Lehrer der 21-köpfigen Berufsschulklasse. Für das kommende Ausbildungsjahr haben alle zukünftigen Schreiner bereits eine Ausbildungsstelle gefunden, die sich dem Berufsgrundschuljahr anschließt. Einer von ihnen ändert allerdings den Ausbildungsberuf und wird Zimmerer. „Ich bin sehr stolz, dass alle mit ihrem Wissen und Können überzeugt haben”, stellte Memhardt fest.

Meier bedankte sich bei allen Mitwirkenden für die schönen Holzfiguren, die gute Zusammenarbeit und die Win-win-Situation: Die Stadt habe Geld gespart und die Schreiner-Auszubildenden hätten ein sinnvolles Projekt umsetzen können. Eine weitere Idee hat der Bürgermeister auch schon: Wie wäre es, wenn man Kinderholzfiguren schafft und diese dann auf Neustadts Straßen platziert, um so auf spielende Jungen und Mädchen aufmerksam zu machen? Die Schreiner haben es sicherlich mit offenen Ohren aufgenommen.


Von LINDA MAATZ
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