Instant-Bier und Gladiatoren in Ruffenhofen: Handwerker-Markt im Limeseum | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 07.06.2026 18:12

Instant-Bier und Gladiatoren in Ruffenhofen: Handwerker-Markt im Limeseum

Die „Gladiatores Berolinenses“ zeigten spannende Gladiatorenkämpfe auf der Wiese am Limeseum. (Foto: Peter Tippl)
Die „Gladiatores Berolinenses“ zeigten spannende Gladiatorenkämpfe auf der Wiese am Limeseum. (Foto: Peter Tippl)
Die „Gladiatores Berolinenses“ zeigten spannende Gladiatorenkämpfe auf der Wiese am Limeseum. (Foto: Peter Tippl)

Die Faszination römischen Lebens und römischer Handwerkerkunst war beim Handwerker-Markt am Wochenende rund um das Limeseum spürbar und erlebbar. Von Samstagmittag bis Sonntagnachmittag lockte bestes Wetter viele Besucherinnen und Besucher auf das Gelände des Limeseums.

„Der Vicus lebt“ hatte das Team um Museumsleiter Dr. Matthias Pausch anlässlich des Unesco-Welterbetages als Motto für den römischen Handwerker-Markt gewählt und dafür weit über 20 Ausstellende und Gruppen gewonnen. Ein authentischer Einblick in den Alltag eines Kastelldorfes vor 1800 Jahren mit Soldaten und Gladiatoren, mit Handel und Handwerk war die Zielsetzung, und das gelang vielschichtig mit hohem Unterhaltungswert.

Das Ehepaar Marco und Barbara Gaggia von der Element-Brauerei aus Pfyn in der Schweiz zeigte im hölzernen Sudkessel, wie Bier auf einfachste Weise gebraut werden kann. Die in Ruffenhofen seit acht Jahren stationierte Bataver-Kohorte um Flavianus Norbert Wurscher gewährte einen Einblick in den soldatischen Alltag. Die „Gladiatores Berolinenses“ um ihren Leiter Daniel Rosenblender aus Berlin/Spandau zeigten effektvolle Gladiatorenkämpfe mit anfeuerndem Publikum, und ein Eintauchen in keltische Kultur und Märchen war möglich.

Viele Ausstellende aus der Region

Viele Ausstellende auch aus der Region gaben ihr Wissen und Fertigkeiten in Gesprächen mit den interessierten Besucherinnen und Besuchern weiter: Steinmetze aus Dinkelsbühl, Lederkünstler aus Ehingen oder eine Kräuterpädagogin aus Wiesethbruck. Auch Mitmachstationen gab es. In der „Schola Romana“ wurden Einblicke in das Lehren und Lernen sowie in das Schreiben und Rechnen in der Römerzeit gewährt. In einer Keramikwerkstatt wurde getöpfert, die Herstellung verschiedenster Schmuckgegenstände und Gemmen wurde erklärt, ebenso das Alltagsleben und die Mobilität am Limes.

Zum Thema Bier erklärte das Ehepaar Gaggia, dass Brauen eigentlich jeweils acht Stunden – für Brauen, Gären und Lagern – benötigt. Die Römer behalfen sich aber mit einem fein abgestimmten Gewürz. In Wasser aufgelöst konnte so ein „Instant-Bier“ hergestellt werden.

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Exerzierübungen und Kämpfe beeindruckten

Die Gruppe der Bataver-Kohorte führte eine Weihehandlung durch, und Flavianus Wurscher erklärte, dass ein Centurio 80 Soldaten unter sich hatte und eine Kohorte aus 500 Soldaten bestand. Ihre einstudierten Exerzierübungen und Kämpfe beeindruckten die Zuschauerinnen und Zuschauer.

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