Interfranken: Eine direkte Abfahrt von der A7 ins Industriegebiet | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 21.02.2024 15:17

Interfranken: Eine direkte Abfahrt von der A7 ins Industriegebiet

Direkt nördlich des Autobahnkreuzes (unten im Bild) soll der Industriepark an die Autobahn angebunden werden. Die Planungen kommen gut voran. (Planskizze: Zweckverband Industrie-/Gewerbepark Interfranken)
Direkt nördlich des Autobahnkreuzes (unten im Bild) soll der Industriepark an die Autobahn angebunden werden. Die Planungen kommen gut voran. (Planskizze: Zweckverband Industrie-/Gewerbepark Interfranken)
Direkt nördlich des Autobahnkreuzes (unten im Bild) soll der Industriepark an die Autobahn angebunden werden. Die Planungen kommen gut voran. (Planskizze: Zweckverband Industrie-/Gewerbepark Interfranken)

Der eigene Autobahnanschluss für das Industriegebiet Interfranken bei Feuchtwangen nimmt – zumindest auf dem Papier – Gestalt an. Ziel sei es, bis zur Jahresmitte alle Planungsunterlagen beieinander zu haben und sie bei der Regierung von Mittelfranken einzureichen.

Das berichtete Oswald Czech in der jüngsten Sitzung des Zweckverbandes Industrie-/Gewerbepark Interfranken im Feuchtwanger Rathaus. Der Schopflocher Bürgermeister betreut im Zweckverband die seit 2020 laufenden Planungen für den Autobahnanschluss. „Das ist schon sehr komplex“, stellte Czech fest. In Sachen Schallschutz und Baumschutzgutachten sei noch einiges zu tun, doch ein Punkt nach dem anderen könne nun abgehakt werden.

Czech zeigte sich erfreut, dass es gelungen ist, „den optimalen Platz zu finden“. Direkt nördlich des Autobahnkreuzes soll die Autobahnauffahrt entstehen. So sei es gelungen, eine Ausfahrt direkt ins Gebiet des künftigen 81 Hektar großen Industrieparks zu ermöglichen. „Dass uns das gelingen würde, war vor zehn Jahren noch nicht absehbar“, befand Zweckverbandsvorsitzender Patrick Ruh.

Ursprünglich hätte der Autobahnanschluss deutlich weiter nördlich erfolgen sollen. Das hätte mehr Verkehr für das Gebiet und zusätzliche Straßenbaumaßnahmen bedeutet. Am nun gefundenen Platz sei „der geringste Eingriff in die Natur und die Landschaft“ erforderlich, so Czech.

Allerdings sind dort aus Sicherheitsgründen längere Ein- und Ausfädelspuren erforderlich. „Das ist technisch natürlich aufwendiger“, so Ruh. Das ist das Zugeständnis gewesen, um diesen Standort möglich zu machen. Man wird künftig vom Industriepark auf die A7 auffahren und auf der Einfädelspur bleiben können, um dann auf die A6 abbiegen zu können, machte Ruh in der Sitzung deutlich.

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Wie geht es weiter?

Vorgesehen, so Ruh, sei auch der Bau eines Stromspeichers, um die Energie von Photovoltaik- und Windkraftanlagen puffern zu können. Denkbar sei ein solcher Speicher entweder südlich der Anschlussstelle oder sogar in der Schleife von und zur Autobahn.

Baulastträger für den Autobahnanschluss ist zwar der Kreis, zahlen muss aber der Zweckverband, hatte Ruh in der Vergangenheit mehrfach erklärt. Anfangs standen Kosten von mindestens 20 Millionen Euro im Raum. Angesichts der nun geplanten aufwendigen Lösung werden es wohl spürbar mehr. Refinanziert werden soll dies über die Grundstücksverkäufe im Interfranken-Gebiet.

Für ein Planfeststellungsverfahren für ein derartiges Projekt ist von einer Bearbeitungszeit von mindestens einem Jahr auszugehen. Läuft alles nach Wunsch des Zweckverbandes, könnte also in der zweiten Jahreshälfte 2025 die Genehmigung vorliegen. Dann müsste ausgeschrieben werden. Weniger als zwei Jahre wird der Bau sicher nicht in Anspruch nehmen. Also wäre eine Einweihung 2028 die theoretisch schnellste Variante.

Fortschritte konnte Ruh auch beim geplanten Güterbahnhof vermelden. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter hat angekündigt, am Freitag, 1. März, ins Interfranken-Gebiet zu kommen, um den Förderbescheid selbst zu übergeben.

Wasserstoff bleibt ein Thema

Vorausgegangen war dem eine Mengenpotenzialanalyse, die zeigen sollte, dass ein Güterverkehrszentrum tatsächlich die Straße entlastet und mehr Transporte auf die Schiene holt. Ein Dutzend Unternehmen hätten Interesse gezeigt, so Ruh. Er ist überzeugt, dass weitere Betriebe folgen. Als angedachte Zeitschiene für das Güterverkehrszentrum nannte Ruh das Jahr 2030. Oswald Czech machte deutlich, dass es die Interfranken-Idee sogar mit einer expliziten Erwähnung ins bayerische Güterverkehrs-Konzept geschafft hat.

Optimistisch zeigte sich Zweckverbandsvorsitzender Ruh auch für die Weiterentwicklung des Wasserstoffprojektes in Interfranken. Feuchtwangen hat beste Chancen, eine Förderung in Höhe von fünf Millionen Euro zu bekommen, um einen Elektrolyseur zu bauen. Damit kann dann aus Wasser und mit Ökostrom grüner Wasserstoff erzeugt werden.

Die Voraussetzungen hierfür wurden über ein Förderprogramm des Bundes namens HyStarter geschaffen. Eine Fortsetzung mit dem Titel HyExpert ist geplant. Der Zweckverband Interfranken will sich hierfür ebenfalls bewerben, sobald es möglich ist, kündigte Ruh an.

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