Geschichten, Nachrichten, Chats, Social Media - da möchte man vielleicht auch im Auto dabeibleiben. Und dann: komisches Bauchgefühl, Schwindel, Übelkeit? Das liegt daran, dass das Gleichgewichtsorgan andere Informationen aufnimmt, als von den Augen registriert werden. Das Auto bewegt sich, der Bildschirminhalt auf dem Smartphone steht still.
Besonders Kinder zwischen dem zweiten und zwölften Lebensjahr leiden nach Angaben der Techniker Krankenkasse recht häufig an dieser Kinetose genannten Übelkeit.
Für iPhone-Nutzer gibt es ab iOS 18 eine technische Lösung, die Reiseübelkeit lindern soll. Sie heißt „Fahrzeug-Bewegungshinweise“, („Vehicle Motion Cues“). Dabei werden animierte Punkte auf dem Display eingeblendet.
Sie zeigen die Bewegungen des Fahrzeugs an und sollen die Verwirrung des Gleichgewichtsorgans mindern. Dabei werden die Beschleunigungssensoren des Telefons genutzt, um mit den Punkten die Fahrzeugbewegungen auf dem Bildschirm nachzubilden.
Die müssen sich aktuell noch mit Drittanbieter-Apps behelfen. Zwar arbeitet Google seit längerem an einer „Motion Cues“ genannten Funktion, die gegen Reiseübelkeit helfen soll. Die ist aber - Stand Anfang April 2026 - noch nicht ausgerollt.
Es gibt jedoch Apps im Playstore, die auch Punkte gegen Unwohlsein einblenden können. Sie heißen etwa „Motion Cues“ („Bewegungssignale“) oder „Vehicle Motion Cues“.
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