Junge Poeten begeistern bei erstem Uffenheimer Lyrikwettbewerb zum Thema Toleranz | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 16.02.2026 10:00

Junge Poeten begeistern bei erstem Uffenheimer Lyrikwettbewerb zum Thema Toleranz

Beeindruckende Lyrik brachten die Schülerinnen und Schüler bei der Preisverleihung zu Gehör. (Foto: Gerhard Krämer)
Beeindruckende Lyrik brachten die Schülerinnen und Schüler bei der Preisverleihung zu Gehör. (Foto: Gerhard Krämer)
Beeindruckende Lyrik brachten die Schülerinnen und Schüler bei der Preisverleihung zu Gehör. (Foto: Gerhard Krämer)

Beim ersten Uffenheimer Lyrikwettbewerb gab es einige herausragende Beiträge zum vorgegebenen Thema Toleranz. Am Ende der gut dreistündigen Veranstaltung wurden die von einer neutralen Jury ausgewählten Sieger geehrt.

Das Atrium der Christian-von-Bomhard-Schule (CvB) war gut gefüllt bei diesem Fest der jungen Poeten, bei dem die Preisträger des ersten Uffenheimer Lyrikwettbewerbs ausgezeichnet werden sollten. Nicht nur Eltern, Großeltern, Geschwister oder Freunde waren gekommen, sondern auch etliche weitere Stadtbewohner, darunter Bürgermeister Wolfgang Lampe und Dekan Max von Egidy, ließen sich die literarischen Hoffnungsträger nicht entgehen. .

Ein Muskel, der täglich trainiert werden muss

Der Wettbewerb, an dem sich Schülerinnen und Schüler aller Uffenheimer Schulen im Alter von zwölf bis 20 Jahren beteiligen konnten, ist ein Projekt des „Uffenheimer Bündnisses gegen Rechtsextremismus – für Demokratie und Toleranz“. Dessen Sprecher Andreas Zander verglich die Demokratie mit einem Muskel, den man täglich trainieren müsse. Er ermunterte die Jugendlichen, bei Rassismus jeglicher Art dagegenzuhalten, nicht alles zu glauben, sondern sich aus seriösen Quellen zu informieren.

Organisiert worden war die Veranstaltung von Birgit Linke und Birgit Leistert, die zusammen mit Kristina Jäger, Franziska Düll und Susanne Binder auch die Jury bildeten. Diese konnte Geldpreise an die Sieger vergeben, da die VR-Teilhaberbank, für die Johannes Gegner ein Grußwort sprach, 1000 Euro zur Verfügung gestellt hatte. „Wir haben die zahlreichen Einsendungen gelesen und gerne gelesen“, sagte Birgit Leistert. Sie zeigte sich von der Fülle der Ideen begeistert.

Publikum entschied über den ersten Platz

In der Kategorie sechste bis neunte Klasse erreichte Swami Bono (Klasse 9M der Mittelschule) mit ihrem Gedicht „Die Liebe der Toleranz“ den dritten Rang. Platz zwei ging an Marie Wolf (8b des Gymnasiums der CvB) mit „Der Tanz der Toleranz“. Beim ersten Platz bedurfte es dann mehrerer Anläufe der Erklärung. Diesen vergab nicht die Jury, wie die Plätze drei und zwei, sondern, zur allgemeinen Überraschung, war das Publikum gefragt. Denn es gab für den ersten Platz drei Nominierte, die ihre Werke vortragen durften.

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Nach den Präsentationen sollten die Zuhörer in Gruppen über den jeweiligen Beitrag in Abwesenheit der Nominierten beraten. Die Gruppen vergaben sodann einen bis fünf Punkte für den jeweiligen Beitrag. Eine Art der Basisdemokratie, bei der so manches Gruppenmitglied rätselte, ob es dann etwa auch die Plätze 1b und 1c geben werde. Birgit Linke klärte auf, dass die anderen beiden Nominierten Anerkennungspreise bekämen.

Emma-Sophie Deichendt (9d der Realschule der CvB) trug ihr Gedicht „Ich sehe Dich“ vor, Mia Rechter (9b des Gymnasiums der CvB) bot den Titel „Toleranz – ein kleiner Schritt bewirkt großen Glanz“ und die 15 Mitglieder der Bandklasse der Mittelschule waren mit ihrem Songtext „Toleranz ist wie…“ dabei. Letztlich bekam Mia Rechter die meisten Punkte.

Nach einer Pause ging es mit den höheren Klassenstufen (10 bis 13) weiter. Platz drei ging an Emily Goller (elfte Klasse des Gymnasiums) für ihr Werk „Wo Vielfalt Wurzeln schlägt“. Den zweiten Platz hatte die Jury Lüda Seidel (Kybalion-Schule Bad Windsheim) für den Beitrag „Inmitten der Kälte – ein Funke Wir“ zuerkannt.

Würdigung aller Teilnehmenden

Für den ersten Platz waren Matilda Hulsmann (13. Klasse CvB) mit „Eine Geschichte vom Meer in Schwarz-Weiß“, Helen Kloha (11b CvB) mit „Natürlich tolerant?“ und Mila Müller (11a CvB) mit „Heute und Morgen“ nominiert. Dem Publikum gefiel die Geschichte von Matilda Hulsmann am besten.

Die beiden Schulleiter Philipp Specht (CvB) und Christian Hentschel (Mittelschule) würdigten in ihrer Ansprache vor allem das Talent der Teilnehmenden. Lisa Pohl (Fachschaftsleitung Geschichte, Politik und Gesellschaft an der CvB) betonte, dass die Schule ein Ort sei, an dem Toleranz erprobt und gelebt werde. Musikalisch bereicherten die Bandklasse und Andreas Dörflein (Klavier) die Veranstaltung.


Von Gerhard Krämer [GERHARD KRÄMER] (kraemergerhard@t-online.de)
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