Kabinett gibt Finanz-Garantien für Münchner WM-Bewerbung | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 30.06.2026 14:05

Kabinett gibt Finanz-Garantien für Münchner WM-Bewerbung

Vier Jahre nach der Leichtathletik-EM bewirbt sich München nun um die WM. (Archivbild) (Foto: Sven Hoppe/dpa)
Vier Jahre nach der Leichtathletik-EM bewirbt sich München nun um die WM. (Archivbild) (Foto: Sven Hoppe/dpa)
Vier Jahre nach der Leichtathletik-EM bewirbt sich München nun um die WM. (Archivbild) (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Wenige Wochen vor der Vergabe der Leichtathletik-Weltmeisterschaften für 2029 und 2031 hat München als Kandidatenstadt eine finanzielle Zusicherung durch Bayerns Staatsregierung erhalten. Das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beschloss, sich zu einem Drittel an den Durchführungskosten des Events zu beteiligen, sollte München den Zuschlag bekommen. Die Titelkämpfe werden im September vergeben.

Die weiteren Drittel der Kosten sollen die Stadt sowie der Bund tragen. Für eine WM 2029 werde laut aktuellen Schätzungen mit Gesamtausgaben in Höhe von rund 120 Millionen Euro gerechnet, für eine WM 2031 mit rund 123 Millionen Euro. Im März, als der Stadtrat die Bewerbung beschlossen hatte, war noch von Kosten in Höhe von 107 respektive 110 Millionen Euro die Rede.

München bevorzugt 2031 

Wie Staatsminister Florian Herrmann (CSU) schilderte, gehöre eine Leichtathletik-WM mit rund 50 Wettbewerben „zu den prestigeträchtigsten und bedeutendsten Sportgroßereignissen weltweit“. Nur Olympia und Fußball-Weltmeisterschaften seien noch höher anzusiedeln, was das öffentliche Interesse angehe. „Es ist immer das erklärte Ziel der bayerischen Staatsregierung, solche Sportgroßereignisse nach Bayern beziehungsweise München zu holen.“ Final beschließen muss die Finanzzusage der Landtag, die dortige Abstimmung ist aber wegen der Mehrheitsverhältnisse eher formell.

Als Austragungsort ist das modernisierte Olympiastadion vorgesehen. An neun Veranstaltungstagen wird mit rund 2.200 Athletinnen und Athleten aus etwa 195 Nationen gerechnet. München musste sich für beide Termine bewerben. Präferiert werde jedoch 2031, denn 2029 finden bereits im Mai das Deutsche Turnfest sowie im Juli und August die Fußball-EM der Frauen in München statt.

Herrmann: „Flankiert Olympia-Bewerbung“

München und Bayern gehen gestärkt durch eine erfolgreiche Leichtathletik-EM 2022 sowie die jüngste Bürgerbefragung um eine mögliche Olympia-Bewerbung in das Rennen. „Das Ganze flankiert auch die Bemühungen um die Olympischen Spiele in München, sowohl im nationalen als auch im internationalen Wettbewerb“, sagte Herrmann. München möchte sich im Herbst gegen Berlin und die Region Rhein-Ruhr durchsetzen, um als deutscher Kandidat für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 nominiert zu werden.

© dpa-infocom, dpa:260630-930-309985/1


Von dpa
north