Auf ihren Bechern werben die Hersteller gerne mit tiefroten Kirschen, die im Joghurt versinken: „Fruchtig-rotes Sommervergnügen“ oder „Fruchtgenuss für alle Sinne“ lauten die Versprechen.
Doch wie viel Frucht steckt wirklich in den beliebten Fruchtjoghurts mit Kirschgeschmack? Und gibt es Unterschiede und eine mögliche Belastung mit Pestiziden?
Dem ist die Stiftung Warentest (Ausgabe 8/26) auf den Grund gegangen und hat 20 Produkte in den Kategorien Kirschjoghurt, Kirschsahnejoghurt und Joghurt griechischer Art mit Kirschen ins Labor und zu Verkostern geschickt.
Die gute Nachricht voran: 14 der 20 Produkte schneiden mit „Gut“ ab. Fünf Becher erreichen ein „Befriedigend“ und ein Produkt ein „Ausreichend“ befunden.
Dass guter Joghurt nicht teuer sein muss, beweist für die Warentester der Preis-Leistungs-Sieger:
Wer viel Kirschen im Joghurt erwartet, muss sich schon selbst Früchte in den Joghurt schnippeln: Denn einige Kirschjoghurts bringen es gerade mal auf den Mindestgehalt für Fruchtjoghurt von 6 Prozent. Im Schnitt seien es laut Zutatenlisten rund 10 Prozent. Da aber der Fruchtgehalt analytisch nicht bestimmbar ist, wurde er auch nicht bewertet, schreiben die Tester.
Dafür würden die meisten Anbieter bei Geschmack und Aussehen mit Aromastoffen und färbenden Pflanzenkonzentraten nachhelfen, wie Holunder, Trauben oder Rote Bete. Dass es auch ohne zusätzliche Aromatisierung und Farbe ginge, zeige ein Joghurt mit 16 Prozent Kirschanteil: Der Feinjoghurt Kirsche von Mövenpick (0,66 Euro pro 100 g).
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