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Veröffentlicht am 29.01.2024 13:33

Kliniken nutzen Abkommen: Neue Pflege-Fachkräfte aus Marokko

Der Integrationsbeauftragte Radouan Khatti (Dritter von links), Pflegedienstleiterin Cornelia Kerschbaum (Fünfte von links) und die stellvertretende Pflegedienstleiterin Nicole Balbach-Weis (rechts) mit den fünf neuen Pflegefachkräften. (Foto: Irene Wüchner)
Der Integrationsbeauftragte Radouan Khatti (Dritter von links), Pflegedienstleiterin Cornelia Kerschbaum (Fünfte von links) und die stellvertretende Pflegedienstleiterin Nicole Balbach-Weis (rechts) mit den fünf neuen Pflegefachkräften. (Foto: Irene Wüchner)
Der Integrationsbeauftragte Radouan Khatti (Dritter von links), Pflegedienstleiterin Cornelia Kerschbaum (Fünfte von links) und die stellvertretende Pflegedienstleiterin Nicole Balbach-Weis (rechts) mit den fünf neuen Pflegefachkräften. (Foto: Irene Wüchner)

Als „einen neuen Meilenstein für die Kliniken des Landkreises“, bezeichnet die Klinikleitung eine jüngst erfolgte Anwerbeaktion. Denn erstmals sei es gelungen, fünf qualifizierte Pflegefachkräfte aus Marokko für den Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zu rekrutieren. Diese werden das Pflegeteam verstärken.

Die fünf Marokkanerinnen – die bereits eine umfassende Ausbildung im Pflegebereich absolviert haben – werden nun für einen Zeitraum von sechs Monaten einmal wöchentlich am Zentrum für Pflegeberufe NEA in Scheinfeld weiter detailliert und speziell auf die deutschen Standards geschult. Nach Abschluss dieser Maßnahme und bestandener Kenntnisprüfung erhalten sie offiziell eine Anerkennung und sind dann vollwertig ausgebildete Pflegefachkräfte. „Die Pflegefachkräfte verfügen bereits über gute Deutschkenntnisse und können sich problemlos mit Patienten und Kollegen verständigen“, erklären die Kliniken zudem.

Abkommen zwischen den Regierungen

Die Integration dieser Fachkräfte wurde durch den Integrationsbeauftragten der Kliniken, Radouan Khatti, ermöglicht, der die Pflegefachkräfte während seiner Reisen nach Marokko akquiriert hat. „Es besteht in Marokko großes Interesse an einer Tätigkeit in Deutschland und an unseren Kliniken. Ein bilaterales Abkommen zwischen der deutschen und der marokkanischen Regierung hat den Weg für die Einwanderung von qualifizierten Fachkräften geebnet“, erklärt Khatti zu den Hintergründe.

Stefan Schilling, Vorstand der Kliniken des Landkreises, äußerte sich erfreut: „Die Ankunft der fünf Marokkanerinnen ist ein bedeutender Schritt, um den akuten Pflegepersonalmangel in unserem Landkreis zu lindern. Wir sehen dies als einen positiven Beitrag zur Stärkung unserer Gemeinschaft und als einen wichtigen Baustein, um die Qualität und Personalstärke der Pflege in unserer Region sicherzustellen.“

Kliniken im Landkreis hoffen auf Erfolgsmodell

Die neuen Mitarbeiterinnen starten nicht nur eine berufliche Laufbahn im Landkreis, sondern auch ein neues Leben in Deutschland. Der Integrationsbeauftragte begleitet sie dabei mit einem „Rundum-sorglos-Paket“, einschließlich Unterstützung bei Behördengängen und Versicherungsangelegenheiten sowie anderen Formalitäten.

Nach der Abholung vom Flughafen wurde gemeinsam zu Abend gegessen, um einen herzlichen Empfang zu gewährleisten und einen guten Start in Deutschland zu ermöglichen. Der Vorsitzende Stefan Schilling betonte zudem, dass dies erst der Anfang ist und das weitere Fachkräfte in naher Zukunft folgen werden.


Von Valentin Brendler
Werkstudent
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