Der Regionalbahnverkehr zwischen Ansbach und Würzburg war und ist am Freitag stark beeinträchtigt. Bis zum Abend soll sich der Linienverkehr der RE 80 jedoch wieder normalisiert haben, lautete die Einschätzung von Arverio-Pressesprecher Winfried Karg.
Das Unternehmen Arverio Bayern bedient in seinem Augsburger Netz, zu dem auch die Strecke Ansbach–Würzberg gehört, mehree Strecken. Am Freitagvormittag sei, so hieß es in einer nachmittäglichen Pressemitteilung, „alles zusammen” gekommen. Auf der Route zwischen Donauwörth und Meitingen seien kurzfristig Arbeiten angesetzt worden, weshalb nur eines von zwei Gleisen benutzbar war. Dies hatte zur Folge, dass auch die Züge der Linie RE 80 „teilweise massiv verspätet waren”, hieß es in der Mitteilung.
Hinzu kam, dass die Strecke Augsburg–München stundenlang gesperrt werden musste, wegen einer Person in einem psychischen Ausnahmezustand beim Augsburger Hauptbahnhof. Ferner gab es am Nachmittag noch eine Oberleistungsstörung bei Aalen, was ebenfalls im Augsburger Netzbereich liegt.
„Damit war für Arverio das Augsburger Netz nicht mehr geregelt zu betreiben”, heißt es in der Mitteilung. „Denn alle Linien sind miteinander verknüpft, Fahrzeuge und Personal fest verplant. Gesetzlich vorgeschriebene Pausen- und Ruhezeiten, vorgeschriebene Werkstattarbeiten ab einer gewissen Kilometerzahl der Züge, Belegungen von Bahnsteigen und Gleisen – all das muss beachtet sein. Zugverkehr war nur hier und da punktuell möglich, teilweise auch gar nicht. Auch die Fahrgastinformation war sehr schwierig, da niemand wissen konnte, wie lange die Situation andauern würde.”
Kurz nach Verbreitung der Pressemitteilung teilte Arverio-Sprecher Karg auf Anfrage unserer Redaktion mit, er gehe davon aus, dass sich die Lage bis in den Abend hinein normalisiere.