Das Landestheater Dinkelsbühl startet am Mittwoch in die Winterspielzeit: mit der ironischen schottischen Romanze „Eine Sommernacht“ von David Greig und Gordon McIntyre. Der Titel verrät, dass es in dem Stück mit Livemusik ein paar Bezüge zu Shakespeares „Sommernachtstraum“ gibt.
„Erzählt wird die Geschichte zweier Menschen, die sich zufällig begegnen und rauschhaft in eine magische Sommernacht taumeln, wie die Liebenden aus Shakespeares berühmter Komödie“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landestheaters. „Eine Weinbar in Edinburgh. Helena, erfolgreiche Scheidungsanwältin, wird gerade mal wieder von ihrem verheirateten Liebhaber versetzt. Bob, ein unauffälliger Kleinkrimineller, wartet auf seinen nächsten Auftrag. So wie es aussieht, halten das Leben und diese Nacht nicht mehr viel für sie bereit – also stürzen sie sich in einen betrunkenen One-Night-Stand.“
Doch die Geschichte geht weiter nach dieser Nacht: Die beiden begegnen sich wieder – und Bob hat nun 15.000 Pfund Diebesgut in der Tasche. „Ideale Voraussetzungen für eine schräg-magische Mittsommernacht, in der sie das Geld auf den Kopf hauen, literweise Alkohol trinken und Bob die Gitarre seiner Träume kauft und noch allerhand mehr passiert“, so der Pressetext: „Vielleicht ist das der Anfang einer großen Liebesgeschichte des 21. Jahrhunderts.“
Regie führt Margarit Ziellenbach, die in Dinkelsbühl zuletzt „Wenn du geredet hättest, Desdemona“ und „Pettersson und Findus“ inszeniert hat. „Es ist eine unheimlich schnelle, spritzig geschriebene Geschichte“, sagt Ziellenbach. „Die beiden Figuren erzählen im Rückblick und springen immer wieder in die Szenen hinein, wenden sich direkt ans Publikum.“
Die Verbindung zum „Sommernachtstraum“ zeige sich im Titel und im Namen der Protagonistin sowie in dem Rauschzustand, der das Geschehen überlagert, erklärt Ziellenbach. In dem zeitgenössischen Stück ist der Alkohol verantwortlich, bei Shakespeare Pucks Zaubernektar.
Premiere hat „Eine Sommernacht“ am Mittwoch, 20. September, um 20 Uhr im Theater im Spitalhof. Es spielen Charlotte Schiffler sowie Jan Fritz Meier. Der Dritte im Bunde auf der Bühne ist der Musiker Chris Kilgenstein, der die Geschichte live mit Gesang, Gitarre und Percussion begleitet.