Letzter Schliff für Ansbacher Altstadtfest: „Es sind Kleinigkeiten, die Zeit fressen“ | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 17.06.2025 20:51

Letzter Schliff für Ansbacher Altstadtfest: „Es sind Kleinigkeiten, die Zeit fressen“

Die Altstadt vibriert. Auf den Plätzen, Gassen und Hinterhöfen wird geschraubt, rangiert und festgezurrt – Ansbach macht sich bereit für seine größte Party – das Altstadtfest. Mittendrin das Organisations-Team der Stadt: Kultur- und Touristik-Referentin Nadja Wilhelm und ihre beiden Mitarbeiter Sebastian Buhl und Isabella Ruttmann.

Die Anrufliste auf Sebastian Buhls Dienst- und Privat-Handy dokumentiert rund 120 Gespräche am Tag. „Es sind die Kleinigkeiten, die Zeit fressen“, sagt Buhl, und wenn es nur ein Stromkasten in der Uzstraße ist, der den Anforderungen der Stadtwerke nicht genügt und auf die Schnelle ausgetauscht werden muss.

Livemusik auf elf Bühnen

„Das Altstadtfest ist sicher der organisatorisch herausforderndste Termin im Jahr“, sagt Nadja Wilhelm. Rund 80 Firmen, Institutionen und Vereine wollen koordiniert sein. Das Orga-Trio wird während des gesamten Festes vor Ort präsent sein – vom Mittwochnachmittag bis zum Abbau am Sonntagabend. Die Wettervorhersage macht gerade gute Laune bei den Organisatoren – 15.000 plus X Besucher wollen sie auch dieses Jahr anpeilen. Auf elf Bühnen – manche nur wenige Quadratmeter groß – wird an fünf Tagen in der Altstadt Livemusik geboten

Von den Vereinen lebt das Fest, da ist sich Nadja Wilhelm sicher. Und von der Synergie mit den kommerziellen Anbietern und den Altstadtbewohnern – der Zusammenhalt der Stadtgesellschaft eben. Nach Corona sei der Anteil der kommerziellen Anbieter hoch gewesen, erinnert sich Sebastian Buhl, doch jetzt steige der Anteil der Vereine. Neu sind zum Beispiel die SpVgg Ansbach, der Kanusportclub oder die Margraves-Footballer. „Das Altstadtfest fördert den Zusammenhalt in den Vereinen – und bessert die Vereinskasse auf“, sagt die Kulturreferentin.

Wettervorhersage macht gute Laune

Sie und Buhl schauen in der Reitbahn vorbei, wo gerade die Ausschankzelte und die Bühne der Kammerspiele aufgebaut werden. Hier muss bis abends alles stehen, weil am Mittwoch noch ein paar Buden des Wochenmarktes aufgebaut werden.

Im Adlerhof an der Uzstraße bastelt die Freiwillige Feuerwehr an ihrer Partyzone – hier werden wieder die DJs für gute Laune bei den jungen Leuten sorgen. 68 Feuerwehr-Leute werden während des Altstadtfestes dafür sorgen, dass alles reibungslos abläuft.

Am Karl-Burkhardt-Platz ist man ganz entspannt, während auf der Schlossbaustelle noch gearbeitet wird. Die Organisatoren Jürgen Wolf und Simon Horand hätten einen kurzen Draht zum Staatlichen Bauamt Ansbach, sodass die Absprache mit den Bauarbeitern „ganz wunderbar“ klappe, so Sebastian Buhl.

„Verschworener Haufen, bei dem einfach alles klappt“

Das Kulturgärtla, das einst auch hier zu Hause war, ist inzwischen auf der Ziegenwiese an der Schaitbergerstraße etabliert. Das sei ein „verschworener Haufen, bei dem einfach alles klappt“, sagt Nadja Wilhelm. Hier schiebt gerade ein Teleskoplader des Betriebsamtes zwei Bierwagen aufs Gelände, während die baufällige Scheune nebenan aus Sicherheitsgründen mit Bauzäunen abgesperrt wird.

Apropos Sicherheit: Damit die Besucher nicht durch herabfallende Äste verletzt werden, hat Baumpfleger und Kulturgärtla-Mitglied Steffen Stimmer noch Totholz aus den Kronen entfernt. „Dabei hat er gleich noch unsere Lichterkette heuer besonders hoch gehängt“, freut sich Organisatorin Svenja Weiß: „Es hebt einfach die Stimmung, wenn man den Wetterbericht hört.“

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr beim Aufbau der Partyzone im Adlerhof. 68 Ehrenamtliche packen beim Altstadtfest mit an. (Foto: Winfried Vennemann)
Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr beim Aufbau der Partyzone im Adlerhof. 68 Ehrenamtliche packen beim Altstadtfest mit an. (Foto: Winfried Vennemann)
Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr beim Aufbau der Partyzone im Adlerhof. 68 Ehrenamtliche packen beim Altstadtfest mit an. (Foto: Winfried Vennemann)
Baumpfleger Steffen Stimmer entfernt Totholz aus den Bäumen im Kulturgärtla. (Foto: Svenja Weiß)
Baumpfleger Steffen Stimmer entfernt Totholz aus den Bäumen im Kulturgärtla. (Foto: Svenja Weiß)
Baumpfleger Steffen Stimmer entfernt Totholz aus den Bäumen im Kulturgärtla. (Foto: Svenja Weiß)
Kultur- und Touristik-Referentin Nadja Wilhelm und ihr Mitarbeiter Sebastian Buhl machen an der Reitbahn-Bühne Station. (Foto: Winfried Vennemann)
Kultur- und Touristik-Referentin Nadja Wilhelm und ihr Mitarbeiter Sebastian Buhl machen an der Reitbahn-Bühne Station. (Foto: Winfried Vennemann)
Kultur- und Touristik-Referentin Nadja Wilhelm und ihr Mitarbeiter Sebastian Buhl machen an der Reitbahn-Bühne Station. (Foto: Winfried Vennemann)

Winfried Vennemann
Winfried Vennemann
Redakteur
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