Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung kann im kommenden Jahr stabil bleiben. Das teilte Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) auf Grundlage der Finanzprognose des GKV-Schätzerkreises mit.
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen werden demnach im kommenden Jahr wesentlich geringer ansteigen als noch im laufenden Jahr. Linnemann führte das vor allem auf das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zurück. Das Gesetz entlastet die Krankenkassen im kommenden Jahr um bis zu 15 Milliarden Euro auf der Ausgabenseite.
Der Gesundheitsminister betonte zugleich, die Finanzlage der Krankenkassen bleibe trotz Reform angespannt. „Wir müssen die strukturellen Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung lösen und ihre Finanzierung dauerhaft auf eine solide Grundlage stellen“, betonte Linnemann.
Der Schätzerkreis hatte am Dienstag und Mittwoch beraten. Ihm gehören Fachleute des Gesundheitsministeriums, des Bundesamtes für Soziale Sicherung und des GKV-Spitzenverbandes an. „Aus den Schätzergebnissen für das Jahr 2027 ergibt sich ein rechnerischer durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz in Höhe von unverändert 2,9 Prozent“, teilte das Bundesamt am Abend mit. Der tatsächlich erhobene Zusatzbeitragssatz obliegt aber der jeweiligen Krankenkasse.
© dpa-infocom, dpa:261014-930-840715/1