Mann aus Starnberg tot – Haftbefehl gegen 37-Jährigen | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 23.07.2026 12:29, aktualisiert am 23.07.2026 14:10

Mann aus Starnberg tot – Haftbefehl gegen 37-Jährigen

Polizei und Staatsanwaltschaft berichten über ein Gewaltdelikt (Foto: Ehsan Monajati/dpa)
Polizei und Staatsanwaltschaft berichten über ein Gewaltdelikt (Foto: Ehsan Monajati/dpa)
Polizei und Staatsanwaltschaft berichten über ein Gewaltdelikt (Foto: Ehsan Monajati/dpa)

Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Polizei einen seit Mitte Juli vermissten Mann aus Starnberg tot aufgefunden. Ein 37-Jähriger sitzt unter Mordverdacht in Untersuchungshaft, wie Polizei und Staatsanwaltschaft I mitteilten. 

Ein möglicher Tathintergrund liege in der Geschäftsbeziehung zwischen dem Tatverdächtigen und dem 51 Jahre alten Opfer. Die Anklagebehörde geht von dem Motiv der Habgier aus, wie Sprecherin Juliane Grotz sagte. 

Nicht nach Hause gekommen

Die Lebensgefährtin des 51-Jährigen hatte den Mann in den frühen Morgenstunden des 16. Juli vermisst gemeldet. Er sei am Vorabend nicht wie gewohnt nach Hause gekommen, der Kontakt zu ihm sei abgerissen, berichtete der Leiter der Münchner Mordkommission, Armin Ritterswürden. 

Das Auto des Vermissten sei in Freimann an einem gewerblichen Objekt - an der Motorworld München - auf einem Parkplatz gefunden worden. 

Großaufgebot durchsucht Waldgebiet 

In der Folge habe sich der Verdacht auf ein Gewaltdelikt erhärtet. Seit Sonntag sei die Polizei von einem Tötungsdelikt ausgegangen. Es habe Hinweise gegeben, dass die Leiche in den Anzinger Forst im oberbayerischen Landkreis Ebersberg gebracht worden sei. Ein Großaufgebot der Polizei durchsuchte mit Hunden, Drohnen und einem Hubschrauber das Gebiet. 

Nach neuen Hinweisen sei die Suche auf den Landkreis Garmisch-Partenkirchen verlagert worden. Dort hatte der 37-Jährige seinen Wohnsitz. Er wurde am Montag festgenommen. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sei am Dienstag auch der Leichnam des Vermissten gefunden worden. Am selben Tag erging Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen. 

Der Mann sei bereits polizeilich bekannt gewesen. Seine Staatsangehörigkeit teilten die Ermittler nicht mit - sie sei selten, so dass daraus Rückschlüsse auf seine Person gezogen werden könnten. Bei dem Opfer handelte es sich um einen Deutschen. Wie er zu Tode kam, ließen die Ermittler offen: Eine Obduktion habe eine massive Gewalteinwirkung ergeben. 

Die Ermittler gehen davon aus, dass er in Freimann getötet wurde - wie die Leiche in den Landkreis Garmisch-Partenkirchen kam, blieb offen. 

Bei Durchsuchungen sei umfangreiches Material sichergestellt worden, darunter auch Datenträger. Die Spuren müssten nun ausgeweitet werden, darunter auch Aufnahmen von Überwachungskameras. 

Die Ermittlungen stünden am Anfang, unterstrichen Polizei und Staatsanwaltschaft. Sie könnten sich Wochen oder sogar Monate hinziehen.

© dpa-infocom, dpa:260723-930-426370/3


Von dpa
north