Marstall in Unterschwaningen: Die Gemeinde könnte von Modellvorhaben profitieren | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 20.03.2026 16:00

Marstall in Unterschwaningen: Die Gemeinde könnte von Modellvorhaben profitieren

Dieser zum Marstall gehörende Gebäudeteil befindet sich im Besitz der Gemeinde Unterschwaningen. Er steht seit Längerem leer, wurde bis vor wenigen Jahren als Wohnung genutzt und dürfte sich nach erfolgter Sanierung wieder für eine solche Nutzung eignen. (Foto: Walter Oberhäußer)
Dieser zum Marstall gehörende Gebäudeteil befindet sich im Besitz der Gemeinde Unterschwaningen. Er steht seit Längerem leer, wurde bis vor wenigen Jahren als Wohnung genutzt und dürfte sich nach erfolgter Sanierung wieder für eine solche Nutzung eignen. (Foto: Walter Oberhäußer)
Dieser zum Marstall gehörende Gebäudeteil befindet sich im Besitz der Gemeinde Unterschwaningen. Er steht seit Längerem leer, wurde bis vor wenigen Jahren als Wohnung genutzt und dürfte sich nach erfolgter Sanierung wieder für eine solche Nutzung eignen. (Foto: Walter Oberhäußer)

Mit der weiteren Entwicklung des Altortes und der Sanierung des Marstallgebäudes hat sich der Gemeinderat Unterschwaningen erneut befasst. Dabei wurde deutlich, dass sich durch ein mögliches Modellprojekt zusätzliche Förderchancen eröffnen könnten.

Wie Mario Krebs von der Geschäftsleitung der Verwaltungsgemeinschaft Hesselberg informierte, hätten mehrere Gespräche zwischen der Verwaltungsgemeinschaft, Bürgermeister Markus Bauer, dem beauftragten Planungsbüro und dem Sachgebiet Städtebau bei der Regierung von Mittelfranken stattgefunden. In diesem Zusammenhang sei seitens der Regierung auf das Modellvorhaben „Leerstand jetzt Wohnen” hingewiesen worden. Von dieser Initiative könnte die Gemeinde Unterschwaningen profitieren, da sich Fördermittel aus der Wohnraum- und Städtebauförderung sinnvoll miteinander kombinieren ließen. Ziel sei es, innovativen Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig Flächen für gemeinschaftliche Nutzungen zu erhalten.

In einem nächsten Schritt müsse geprüft werden, ob Unterschwaningen die Voraussetzungen für eine Teilnahme an dem Modellprojekt erfüllt. Teile des Marstallgebäudes werden bereits als Rathaus genutzt; weitere sanierte Bereiche dienen als Verwaltungs-, Sitzungs-, Büro-, Mehrzweck-, Jugend- und Vereinsräume. Aus Sicht des Planungsbüros eignen sich die noch nicht genutzten Gebäudeteile gut für eine künftige Wohnnutzung.

Im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) erfolgten bereits Voruntersuchungen. Um das Vorhaben zügig voranzubringen, sollen nun aktuelle Planunterlagen erstellt beziehungsweise bereitgestellt, die Denkmalschutzbehörde eingebunden und eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden.

Bürgerschaft soll eingebunden werden

Nach Einschätzung des Vertreters der Regierung von Mittelfranken bestünden gute Chancen, in das Förderprogramm aufgenommen zu werden. Die vorhandenen Planungsergebnisse müssten hierfür inhaltlich ergänzt und mit dem Sachgebiet „Wohnraumförderung”, dem zuständigen Staatsministerium sowie externen Fachleuten und der Denkmalpflege abgestimmt werden. Zudem soll die Bürgerschaft frühzeitig in die weiteren Planungen eingebunden werden, hieß es.

Zeitlich und inhaltlich passe das Projekt bereits gut in die Zielsetzungen des Modellvorhabens, hieß es zudem. Das Sachgebiet „Städtebau” bei der Regierung von Mittelfranken habe Unterstützung und fachliche Begleitung zugesichert. In diesem Zusammenhang wurde auch auf eine bevorstehende Informationsveranstaltung des Bauministeriums verwiesen.

Abschließend empfahl Krebs, die Hinweise der Regierung aufzugreifen und bereits vorab eine Absichtserklärung zu formulieren sowie frühzeitig Kontakt mit dem Ministerium aufzunehmen, um die Handlungsfähigkeit der Gemeinde zu sichern. Im Kommunalparlament stießen die Ausführungen auf breite Zustimmung. Einigkeit herrschte dahingehend, die Fördermöglichkeiten aktiv zu nutzen und die notwendigen Schritte für eine Umsetzung einzuleiten.

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