Medikamente im Urlaub: So schützen Sie sich vor Fälschungen | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 08.07.2026 15:31

Medikamente im Urlaub: So schützen Sie sich vor Fälschungen

Gefahr durch Medikamentenfälschungen: In vielen Ländern besteht ein erhöhtes Risiko, an gefälschte oder minderwertige Medikamente zu geraten. (Foto: Hannes P Albert/dpa/dpa-tmn)
Gefahr durch Medikamentenfälschungen: In vielen Ländern besteht ein erhöhtes Risiko, an gefälschte oder minderwertige Medikamente zu geraten. (Foto: Hannes P Albert/dpa/dpa-tmn)
Gefahr durch Medikamentenfälschungen: In vielen Ländern besteht ein erhöhtes Risiko, an gefälschte oder minderwertige Medikamente zu geraten. (Foto: Hannes P Albert/dpa/dpa-tmn)

Fiebersenker, Allergietabletten, Durchfallmittel und auch die Medikamente, die man tagtäglich nimmt: Gut, wenn man für den Urlaub genug davon eingepackt hat. 

Doch nicht jede Reiseapotheke ist perfekt. Wer im Urlaubsland Medikamente kaufen muss, sollte allerdings wachsam sein, um nicht an gefälschte oder minderwertige Arzneimittel zu geraten. Laut dem CRM Centrum für Reisemedizin werden Medikamentenfälschungen besonders häufig in Südostasien sowie Zentral- und Westafrika gefunden, sie kommen aber weltweit vor. 

Fälschungen sind oft wirkungslos 

In den betroffenen Präparaten steckt in aller Regel zu wenig oder gar kein Wirkstoff. „Viele Reisende denken bei Medikamentenfälschungen vor allem an gefährliche Inhaltsstoffe“, so Prof. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM. Verunreinigungen mit schädlichen Substanzen kommen zwar vor, sind aber seltener. „Tatsächlich besteht das größte Risiko darin, dass Arzneimittel ihre therapeutische Wirkung nicht oder nur unzureichend entfalten.“ 

Drei Tipps: So geraten Sie an sichere Medikamente

Echt oder gefälscht? Das können Laien nur schwer beurteilen. Wer diesen drei Tipps folgt, erhöht aber die Chance, Original-Medikamente zu bekommen: 

  1. Medikamente sollte man nur in offiziellen Apotheken und Gesundheitseinrichtungen kaufen, also nicht an Marktständen oder bei Straßenhändlern. 
  2. Original verschlossene Blisterpackungen sollten die erste Wahl sein. Bei losen Tabletten in großen Sammelbehältern ist dem CRM zufolge das Risiko größer, an gefälschte oder mangelhafte Ware zu geraten. 
  3. Hilfreich ist auch ein kritischer Check der Verpackung. Ist der Karton beschädigt? Gibt es Rechtschreibfehler? Fehlt der Beipackzettel? All das kann auf eine Fälschung hinweisen. 

Generell gilt: Lassen sich Herkunft und Hersteller eines Medikaments nicht eindeutig überprüfen, sollte man es nicht einnehmen und sich medizinischen Rat einholen. 

Das gilt insbesondere für Kinder. Das CRM weist darauf hin, dass es in der Vergangenheit immer wieder Fälle von verunreinigten Sirupen gegeben hat, die schwere Vergiftungen und Todesfälle zur Folge hatten.

© dpa-infocom, dpa:260708-930-353861/1


Von dpa
north